Rückblicke en masse, Ausblicke ausgefallen

Unterschiedlichste Akteure aus Verwaltung, Wirtschaft, Kultur und Zivilgesellschaft tragen mit ihrem Engagement seit 2008 dazu bei, das Neuköllner Zentrum rund um die Karl-Marx-Straße zu stärken. Viele von ihnen waren am Mittwochabend der Einladung von Stadtentwicklungsstadtrat Jochen Biedermann (r.) gefolgt, die letzten Dekade Revue passieren zu lassen und zugleich das 10-jährige Jubiläum der [Aktion! Karl-Marx-Straße] zu feiern.

Citymanagerin Susann Liepe und Projektleiter Horst Evertz gingen von Tisch zu Tisch und befragten rund 30 Kiez-Akteure wie Rolf Groth (l.), den Leiter des Stadtplanungsamtes Neukölln, Willi Laumann vom Berliner Mieterverein und Marlis Fuhrmann, Bezirksverordnete der Linken. Auch der Neukölln Arcaden-Manager Alexander Ulrich, Jörg Möller, Eigentümer und Entwickler der Alten Post, der gerade neues Leben eingehaucht wird, und Annette Beccard, Mitarbeiterin von Haus & Grund Berlin-Neukölln und private Kleineigentümerin kamen u. a. zu Wort. In der Pause präsentierte die Neuköllner Oper Szenen aus dem Stück „Welcome to Hell“.

Für einen Ausblick, wie es in den nächsten 10 Jahren in der Karl-Marx-Straße weitergehen soll, fehlte am Ende die Zeit. „Wir haben schon bei der Vorbereitung geahnt, dass es nicht klappt, über 30 Gesprächspartner in 90 Minuten zu interviewen“, räumte Biedermann schließlich ein. Für den einen oder anderen Besucher war der Abend aber vielleicht eine Anregung, sich wieder stärker in die Kommunalpolitik einzumischen: In den Beteiligungsgremien der [Aktion! Karl-Marx-Straße] sind neue Aktive jedenfalls weiterhin gerne gesehen.

=Christian Kölling=