DGB Berlin will Präsenz in den Bezirken verstärken: Start in Neukölln

Zu einem Empfang zum Abschluss des Jahres hatte der DGB Berlin seine ehrenamtlich Aktiven am Freitagabend ins Neuköllner Rathaus eingeladen. „Wir wollen in Zukunft mit unserem Jahresabschlusssempfang jeden Berliner Bezirk ein Mal besuchen. Die Tour startet in Neukölln“, begrüßte Christian Hoßbach, Vorsitzender des DGB Berlin-Brandenburg, die Gäste im Saal der Bezirksverordnetenversammlung. Bezirksbürgermeister Martin Hikel und Mirjam Blumenthal, die Vorsitzende des DGB Kreisverbandes Neukölln sowie SPD-Fraktionsvorsitzende im Bezirksparlament, sprachen Grußworte.

Wer die Gewerkschaftsarbeit in Berlin ehrenamtlich unterstützen will, kann sich in einem der 11 bezirklichen Kreisverbände engagieren, an gewerkschaftlichen Initiativen teilnehmen oder als Arbeitnehmervertreter in Gremien wie z. B. den Jobcenter-Beiräten mitarbeiten. Anlässe für gewerkschaftliches Engagement gibt es in Neukölln viele: Der Bezirk hat rund 10.000 Unternehmen mit 97.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, aber auch hat eine Arbeitslosenquote von 11,7 Prozent und 40,8 Prozent der Bevölkerung in Armutsnähe. Trotz Fachkräfte-mangels bleiben viele Neuköllner Jugendliche ohne einen Ausbildungsplatz. Wo der Ehrenamtsempfang des Berliner DGB im nächsten Jahr stattfinden wird, ist noch nicht entschieden. „Wir wollen mal schauen, welches Rathaus als nächstes dran ist“, verabschiedete sich Hoßbach von den Gästen am Freitagabend.

=Christian Kölling=