Neubauprojekt „Ringbahnhöfe“ im Fokus

Immer mehr Menschen zog es in den letzten Jahren nach Berlin. Die Stadt wächst und Neukölln wächst mit. Für den Bau von rund 15.000 neuen Wohnungen sind in Neukölln nach Schätzungen des Bezirksamtes aktuell Potenzialflächen vorhanden. Allein im direkten Umfeld des Körnerkiezes gibt es beispielsweise entlang der Ringbahnstraße auf der Fläche des ehemaligen Güterbahnhofs Neukölln, in der Glasower Straße sowie am Mariendorfer Weg Baukapazitäten für bis zu 3.800 Wohnungen.

Das 9. Diskussionsforum Körnerkiez beschäftigte sich deshalb am vergangenen Mittwoch mit dem Thema „Wachsende Stadt“. Mehr als 50 Anwohnerinnen und Anwohner hatten den Weg in das Baukontor Berlin in der Ringbahnstraße gefunden, um sich zu informieren. Auskunft zum Bauvorhaben gaben ihnen Stadtentwicklungsstadtrat Jochen Biedermann (l.), Rolf Groth, der Leiter des Stadtentwicklungsamts Neukölln, Max Rehberger, zuständig für das Soziale Infrastrukturkonzept (SIKO) beim Stadtentwicklungsamt, sowie Wolf Uwe Rilke, der Leiter Stadtplanung bei Cesa Investment GmbH & Co. KG.

Für das Neubauprojekt Ringbahnhöfe, das zwischen Karl-Marx-, Herta- und Ringbahnstraße angesiedelt ist, erstellen Stadtplaner der CESA Investment derzeit im Auftrag des Bezirkes Neukölln den Bebauungsplan 8-19b-1, zu dem das Bezirksamt zuletzt im August einen Beschluss gefasst hat. Ein verbindlicher Beschluss durch die Bezirksverordnetenversammlung wird nicht vor Ende 2019 erwartet.

An der Karl-Marx-Straße ist im Rahmen des Projekts ein etwa 60 Meter hohes Gebäude mit 15 Etagen vorgesehen. Pläne, ein etwa 100 Meter hohes Hochhaus zu errichten, scheiterten im Dezember 2017 am Einspruch des Baukollegiums Berlin, einem stadtweiten Gremium unter Leitung der Senatsbaudirektorin Regula Lüscher. Ein Hotel und Büroräume sowie 500 bis 600 Wohnungen, eine Kita, Dienstleistungs- und gastronomische Einrichtungen sind hier geplant. 30 Prozent der Wohnungen sollen als preisgebundener, günstiger Wohnraum mit einer Nettokaltmiete von 6.50 Euro pro Quadratmeter zur Verfügung gestellt werden. 70 Prozent der Wohnungen sollen nach den Plänen des Investors teurere Mietwohnungen, aber keine Eigentumswohnungen werden.  An der Hertabrücke, wo ein Stadtplatz geplant ist, sollen Studenten-wohnungen entstehen.

Anwohner der Siegfriedstraße, die auf der anderen Seite der Bahntrasse direkt gegenüber der Ringbahnstraße liegt, äußerten sich u. a. besorgt, dass der Neubau den Lärm der S-Bahn-Wagen und der Güterzüge reflektieren könne und so eine Zunahme der Lärmbelastungen bewirke.

=Christian Kölling=

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