Pop-Up-Store mit günstigen Gebrauchtwaren und Vintage-Schnäppchen in Neukölln eröffnet

In den letzten Wochen sammelte die Re-Use-Initiative an mehreren Stellen der Stadt gut erhaltene Gebrauchtwaren. Im Neuköllner Norden wurde Anfang November drei Tage lang sogar auf Bestellung mit Lastenfahrrädern alles zuhause abgeholt, was gut erhalten ist und nicht mehr gebraucht wird: Hausrat, Spielzeug, Elektrogeräte, CDs, Bücher und Textilien.

In einem Pop-Up-Store, der gestern im CRCLR-Haus auf dem Kindl-Gelände in der Rollberg-straße eröffnet wurde, werden nun Hausrat, Kleinmöbel, Kleidung und vieles mehr an drei Wochenenden vor Weihnachten günstig verkauft. Der Erlös fließt wieder in Zero-Waste-Projekte.

Stefan Tidow, Staatssekretär der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, und Alice Grind-hammer (l.), Leiterin des CRCLR-Hauses, informier-ten bei der Eröffnung über das Re-Use-Projekt, das eine Gemeinschaftsinitiative der Umweltverwaltung zusammen mit Partnern aus Wirtschaft und Stadtgesellschaft ist. Die Re-Use Initiative will den Gebrauchtwarenmarkt in Berlin für alle attraktiver machen. Durch Aktionen und die Vernetzung mit Zero-Waste-Akteuren und -Organisationen soll eine nachhaltige Bewegung für einen ökologischeren Stoffkreislauf, mehr Wiederverwen-dung und weniger Abfall etabliert werden.

„Allein 2016 sind in Berlin rund 150.000 Tonnen Sperrmüll sowie Elektro- und Elektronik-Altgeräte aus Privathaushalten zur Entsorgung angefallen“, sagte Grindhammer: „Pro Tag produziert jede Person in Berlin 1,5 Kilo Müll.“ Die Abfallchecker des BUND Berlin beraten zur Mülltrennung und umweltgerechten Entsorgung, helfen aber auch beim Energiecheck weiter, der die Ausgaben für Energie und Wasser senken kann. Am Nachbarstand informierte Mustafa Makinist vom Sozialen Computer-laden in der Briesestraße über die umweltgerechte Verwertung von Elektro-nik. Ein Sozialkaufhaus für Jedermann betreibt Stefan Pawlowski in Hellersdorf. Zum Pop-Up-Store in Neukölln trägt er mit einem großen Verkaufstisch bei.

Die Initiative Re-Use soll auch im nächsten Jahr fortgesetzt werden. „Wir wollen die Wiederverwen-dung von Gebrauchtwaren dauerhaft in Berlin etablieren und die Kreislauf-wirtschaft stärken. Um die Wiederverwendung breit in der Stadtgesellschaft zu verankern, wird die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz eine Initiative ‚Kaufhaus der Zukunft‘ starten, in dem gute, gebrauchte Produkte verkauft werden“, erklärte Staatssekretär Tidow. Es soll in diesem neuen Kaufhaus auch Reparaturmöglich-keiten geben. Bereits beste-hende Sozialkaufhäuser sollen zudem mit den Re-Use-Initiativen besser vernetzt werden.

Zusätzlich zum Pop-Up-Store gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm mit Workshops, Vorträgen und Diskussionsveranstaltungen. Gestern Nachmittag diskutierten die Berliner Landesparlamentarier Danny Freymark (CDU) und Georg Kössler (Grüne) mit Tobias Quast, Fachreferent für Abfall- und Ressour-cenpolitik beim BUND Berlin, und Philipp Sommer vom Bereich Kreislaufwirtschaft der Deutschen Umwelthilfe über das Thema „Re-Use Berlin 2025“.

Der Pop-Up-Store im CRCLR-Haus ist an den ersten drei Advents-wochenenden freitags von 10 bis 16 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 12 bis 20 Uhr geöffnet. Informationen über das kostenlose Rahmenprogramm finden Sie hier als pdf-Download.

=Christian Kölling=

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