1926 uraufgeführt und noch 92 Jahre später hochaktuell

Restlos ausverkauft sind alle zehn Vorstellungen der tragischen Oper „Der Diktator“, die bis zum 5. Dezember auf dem Programm der Neuköllner Oper stehen. „Wir sind mit der Planung der Wiederaufnahme befasst. Zunächst kommt, wie verbindlich zugesagt und auch bereits veröffentlicht, die Studioproduktion ‚Ocaña, Königin der Ramblas‘ ab 12. Dezember wieder auf die Bühne“, teilte Pressesprecher Benjamin Stein für die Neuköllner Oper mit.

Die Rolle des Offiziers in der knapp einstündigen Vier-Personen-Oper übernahm kurzfristig für Sotiris Charalampous, der voraussichtlich weiter ausfällt, Alexander Fedorov. „Der Diktator“ wurde 1926 in Wiesbaden uraufgeführt. 92 Jahre später hat die junge Regisseurin Ariane Kareev, für die die Aufführung die Abschlussarbeit ihres Regiestudiums an der Hochschule Ernst Busch ist, ein hochaktuelles Thema aufgegriffen, wie das große Publikumsinteresse zeigt.

Alexander Fedorov bekam am Freitagabend nach seinem ersten Auftritt den stärksten Applaus. Lawrence Halksworth und Eva Maria Nikolaus waren als Diktator und Politiker-Gattin Charlotte zu sehen. Isabel Reinhard trat im roten Kostüm als Frau des im Krieg erblindeten Offiziers auf. Bedauerlich: Nicht alle Texte waren verständlich gesungen.

=Christian Kölling=

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