Obstbäume gegen den Klimawandel

Auf elf Schulhöfen – in Grundschulen ebenso wie in Gymnasien, im Norden wie auch im Süden des Bezirkes – pflanzt die Arbeitsgruppe Klima von Bündnis 90/Die Grünen Neukölln derzeit gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern jeweils einen Obstbaum.

Gestern früh wurde auf dem Hof der Evangelischen Schule Neukölln ein Baum der alten deutschen Apfelsorte Freiherr von Berlepsch vom Anhänger geladen, um eingepflanzt zu werden. Die Patenschaft für den Baum hat eine 4. Klasse übernommen, die jetzt für ihn sorgen wird. Die Bäume werden durch Spenden finanziert und von Ehrenamtlichen gemeinsam mit Schulklassen gesetzt.

„Bäume können Klimaveränderungen und globale Erderwär-mung bremsen, weil sie der Luft Kohlendioxid entziehen und Kohlenstoff in ihrem Holz speichern“, wird auf einer Tafel erklärt, die neben dem frisch gepflanzt Baum angebracht wurde. „Ziel der Aktion ist die Förderung des Arten- und Insektenschutzes, die Verbesserung der Luftqualität sowie die Umweltbildung“, erklärte der Grünen-Bezirksverordnete Dr. Christian Hoffmann. „Weltweit muss sehr viel mehr getan werden, um den Klimawandel und die damit verbundenen negativen Folgen für Menschen und Umwelt abzumildern. Städte und Gemeinden können und müssen aktiven Klimaschutz betreiben“, forderte Marc Mudrak von der AG Klima der Neuköllner Grünen.

Bildung für nachhaltige Entwick-lung, die Menschen zu zukunfts-fähigem Denken und Handeln befähigt, ist im Berliner Schulgesetz ebenso wie in den Rahmenlehrplänen bereits verankert. „Curricula werden nicht mit jedem Regierungs-wechsel umgestellt. Die Schulen sind bei der Aufstellung der Lehrpläne autonom“, erklärte die Grünen-Wahlkreisabgeordnete Dr. Susanna Kahlefeld, die ebenfalls gekommen war. „Bei uns spielt die Bewahrung der Schöpfung eine große Rolle“, sagte Jutta Speer, die Lehrerin an der Evangelischen Schule Neukölln ist: „Wir haben auch Bienenstöcke und verkaufen etwas Honig.“

Erst im Oktober warnte der Weltklimarat IPCC in einem Sonderbericht, dass jetzt nur noch durch schnelles und weitreichendes Handeln eine Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad erreichbar sei. Skepsis ist auf verhaltenen Optimismus nach Abschluss des Klimaschutz-Abkommens von Paris im Dezember 2015 gefolgt.

Im Jahr 2050 werden die Kinder der Schüler-generation, die nun die Obstbäume pflanzte und pflegte, zur Schule gehen. Die Frage, wie unsere Welt zur Mitte und am Ende des Jahrhunderts aussehen wird, hat also längst einen praktischen Bezug. Große Sorge machen gegenwärtig Prognosen, wie sich das Klima in den nächsten 80 Jahren entwickeln könnte.

=Christian Kölling=

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