Vereinsjubiläum überschattet: Morus 14 muss sich vom Gemeinschaftshaus und dessen Angestellten trennen

„Heute Abend ist feiern angesagt!“, begrüßte Marianne Johannsen, 1. Vorsitzende des Morus 14 e. V, betont optimistisch alle Freunde und Wegbereiter, die am Freitagabend zum 15. Jubiläum des vielfach ausgezeichneten Vereins ins Gemeinschaftshaus im Rollbergviertel gekommen waren. Bezirksbürgermeister Martin Hikel, der Bundestagsabgeordnete Dr. Fritz Felgentreu, die Berliner Landesparlamentarierinnen Anja Kofbinger und Dr. Susanna Kahlefeld, Dr. Necla Kelek und viele andere gehörten zu den Gratulanten. Ein langjähriger Unterstützer des Vereins hatte eine große Jubiläumstorte spendiert. 15 Köchinnen und Köche, die alle im Gemeinschaftshaus schon beim wöchentlichen Gemeinschaftsessen „Der Rollberg tafelt“ mit dabei waren, steuerten für das Buffet kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt bei.

Doch eine Pressemit-teilung, die Johannsen und der 2. Vorsitzende Lars Leschke wenige Tage vor der Jubiläumsfeier herausgeben mussten, überschattete das Fest des Stadtteilvereins: In Zukunft wird sich Morus 14 noch stärker auf die Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen konzentrieren. Schweren Herzens muss sich der Verein aber aus finanziellen Gründen von seinem Gemeinschaftshaus in der Morusstraße 14 trennen, das in den vergangenen 15 Jahren ein Zentrum der Vereinsarbeit und des Kiezes war. Infolgedessen werden Frank Bourgett, Manuela Özdemir und Sabine Förster, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses, nicht mehr weiter beschäftigt. Und der Mitgründer und langjährige Geschäfts-führer Gilles Duhem (M.) wird seine Tätigkeit bei Morus 14 zum Ende des Jahres aufgeben.

„Sie haben an den Rollberg geglaubt, als es andere nicht getan haben“, dankte Bezirksbürgermeister Hikel dem Verein, seinen Mitarbeitern und vielen ehrenamtlichen Unterstützern. „Ich wünsche mir, dass es Morus 14 noch in 15 Jahren gibt“, sagte Hikel und erklärte, dass er mit der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land darüber sprechen werde, wie es mit dem Stadtteilverein auch ohne eigenen Standort weitergehen könne. „Es war nicht immer ganz einfach, zwischen Ihnen und dem Bezirksamt“, sagte Hikel an Gilles Duhem gewandt. Als Anerkennung seiner – manchmal auch unbequemen – Arbeit wird Duhem in diesem Jahr aber mit der Ehrennadel des Bezirks ausgezeichnet, gab Hikel bekannt.

=Christian Kölling=

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Eine Antwort

  1. Schade…

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