Diskussion über positive und negative Seiten der Entwicklung im Körnerkiez

Ist das Gewerbe eine Belebung oder Belastung für den Körnerkiez? Akteurinnen und Akteure aus der Praxis, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie Nachbarinnen und Nachbarn hatten vorgestern die Gelegenheit, über diese Frage gemeinsam zu diskutieren. Eingeladen hatte zum 8. Diskussions-forum Körnerkiez das Quartiersmanagement Körnerpark, das die Veranstaltungsreihe mit Mitteln aus dem Programm Soziale Stadt fördert und die LPG Landesweite Planungsgesellschaft mbH, die sie durchführt. Doch das Besucherinteresse blieb am Mittwochnachmittag im Laika in der Emser Straße überschaubar.

Schade, denn die Mehrwegberater Duygu Oers und André Batz stellte ihre Mehrweg-beratung für gastronomische Betriebe vor, die unter dem Dach der Kampagne „Schön wie wir“ angesiedelt ist. Ihre Zielgruppe sind kleine und mittelständische Unternehmen, insbesondere Gastronomien im Norden Neuköllns. Für das Bezirksamt Neukölln waren Clemens Mücke, Leiter der Wirtschaftsförderung und Serafim Dacosta, Bereichsleiter Außendienst des Ordnungsamtes gekommen, um auch auf kritische Fragen einzugehen.

„Der Körnerkiez ist vielfältiger und bunter geworden“, konnte Mücke berichten. Wie in vielen anderen Quartieren habe es auch im Körnerkiez vor wenigen Jahren noch einen hohen Gewerbeleerstand gegeben. Mithilfe verschiedener Aktivitäten sei der Leerstand zu einem großen Teil beseitigt worden. „Durch die neuen Läden wurde der Branchenmix erneuert“, fasste der Leiter der Wirtschaftsförderung die Entwicklung zusammen und konnte sich dabei auf eine Zählung der Gewerbetriebe im Gebiet stützen. Klagen musste sich dagegen der Bereichsleiter Außendienst des Ordnungsamtes anhören: Müll an den Straßenrändern, der tagelang nicht beseitigt werde, lose Pflastersteine auf den Gehwegen sowie zu wenig Platz für Fußgänger, weil Tische, Bänke und Fahrräder auf den Bürgersteigen stehen, wurden vor allem bemängelt.

=Christian Kölling=

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