Kinder und Jugendliche gestalten ihren Stadtraum in der Gropiusstadt

„Bunt ist meine Lieblingsfarbe“, dieses Bekenntnis mit Programmcharakter, das dem Bauhaus-Gründer Walter Gropius zugeschrieben wird, setzt das Wohnungsunternehmen degewo mit einem partizipativen Kunstprojekt in der nach dem berühmten Architekten benannten Gropiusstadt seit 2010 kontinuierlich um. Auf dem Rotraut-Richter-Platz am U-Bahnhof Wutzkyallee enthüllten Schülerinnen und Schüler aus acht Grund- und Sekundarschulen des Bildungs-verbundes Gropiusstadt gestern das von ihnen selbst gestaltete Fliesengemälde „Fabelwesen“. Bezirksbürgermeister Martin Hikel und Bezirksstadträtin Karin Korte, die sowohl für die Bereiche Schule und Bildung als auch für Kultur zuständig ist, waren zur Einweihung des bereits neunten Fliesengemäldes der Großsiedlung gekommen.

„Mir gefällt es immer gut in der Gropiusstadt. Hier bin ich zuhause“, sagte Korte den Kindern und Jugendlichen. Damit sich alle in der Gropiusstadt wohlfühlen können, stellt die degewo, die in der Neubausiedlung der größte Vermieter ist, für das Kunstprojekt die Farben, Pinsel und Fliesen auch die Fläche an der Hausfassade zur Verfügung. Dabei geht es um mehr als nur bunte Bilder. Vielmehr steht beim Projekt der Gedanke im Vordergrund, Kinder und Jugendliche an der Gestaltung ihres Wohnumfeldes zu beteiligen. Der oft kritisierten Anonymität von Großsiedlungen sollen die Fliesenbilder etwas entgegensetzen: Zum einen erleben die Schülerinnen und Schüler, dass sie ihre Umgebung selbst mitgestalten und so an der Gesellschaft telhaben können. Zum anderen wirken die Fliesenbilder positiv auf die gesamte Nachbarschaft, weil sie Identifikation und Heimatgefühl in der Gropiusstadt schaffen können.

„Dieser Kiez gehört uns allen!“, erklärte Martin Hikel, bevor acht Schüler aus der Hermann-von-Helmholtz-Schule, St. Marien-Schule, Schule am Regenweiher, Hugo Heimann-Schule, Christoph-Ruden-Schule, Lisa-Tetzner-Schule, Janusz-Korczak-Schule und Walter-Gropius-Schule gemeinsam einen großen roten Knopf drückten, um ihr Kunstwerk zu enthüllen. Das erste Berliner Fliesenbild „Skyline der Gropiusstadt“ wurde an der Wutzkyallee 71 – 75 angebracht. Neben den „Fabelwesen“ ist am U Bahnhof Wutzkyallee bereits die Arbeit „Buchstabenbilder“ zu bewundern. Weitere Fliesenbilder sind u. a. am Horst-Caspar-Steig, am Agnes-Straub-Weg, am Zwickauer Damm sowie am Joachim-Gottschalk-Weg 1.

=Christian Kölling=

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