„Wie geht es dir eigentlich?“

Mit dieser Frage ist eine Aktionswoche der Helene-Nathan-Bibliothek für die Erhaltung und Wiederherstellung der seelischen Gesundheit überschrieben. Zum Auftakt stellten sich gestern Nachmittag sechs Neuköllner Einrichtungen im Foyer der Bibliothek vor.

„Wir planen ein Gesundheits- und Sozialzentrum, in dem verschiedene Berufsgruppen zusammen mit den Menschen im Stadtteil für die Gestaltung gesundheitsförderlicher Lebenswelten eintreten“, sagte mir Lea Linke vom Gesundheitskollektiv Berlin. Das Gesundheitskollektiv, in dem über 20 Menschen mit beruflichem Hintergrund in Sozialarbeit, Pflege, Medizin, Gesundheitswissenschaften, Pädagogik, Psychotherapie und Recht aktiv sind, ist auf dem Kindl-Gelände angesiedelt und wird ab 2020 mit seinem Medizinischen Versorgungszentrum ins Erdgeschoss des Neubaus einziehen.

An 365 Tagen rund um die Uhr ist der Berliner Krisendienst anonym und kostenlos ohne Voranmeldung zu erreichen. „Jeder von uns kann in eine akute seelische Notsituation geraten. Dafür gibt es viele Gründe: Depressionen, Ängste und Panik, Konflikte in Familie und Partnerschaft, Trennung und Verlust, Einsamkeit oder eine schwere Krankheit“, erklärte Bettina Fraenkel vom Neuköllner Büro des Berliner Krisendienstes.

Auch der Sozialpsychiatrische Dienst des Gesundheitsamtes informierte über seine Angebote für Erwachsene, die sich in seelischen Krisen befinden, psychisch erkrankt sind oder eine geistige Behinderung haben. Für Kinder, Jugendliche und Familie in seelischen Notlagen sind die beim Jugendamt angesiedelte Erziehungs- und Familienberatung sowie der Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienst des Gesundheitsamtes zuständig.

Die Neuköllner Stadtteilmütter sowie der Programm-bereich Psychologie, Gesundheit und Tanz der VHS Neukölln, der u. a. Schnupperkurse für Yoga, Yoga-Pilates und Qi Gong anbot, waren ebenso an den Ständen vertreten.

Und selbstverständlich durfte eine Lesung beim Start der Aktionswoche für seelische Gesundheit nicht fehlen: Magda Albrecht las im Veranstaltungsraum aus ihrem Buch „Fa(t)shionista – rund und glücklich durchs Leben“ und schilderte, wie eine doppelte Portion Selbstbewusstsein gegen das herrschende Schlankheitsideal, Vorurteile und Verunsicherungen hilft.

Am Mittwoch, den 19. September können Sie ab 17 Uhr Sie unter dem Motto „Singen macht glücklich“ im Pop- und Jazzchor für Anfänger mitmachen und auch ohne Chorerfahrung leichte Arrangements singen.

Am Donnerstag, den 20. September liest Ina Rudolph um 18 Uhr aus Ihrem Buch „Ich will mich ja selbst lieben, aber muss ich mich dafür ändern?“ und schließt damit die Aktionswoche „Wie geht es dir eigentlich?“ ab.

Über die Woche hinaus haben Sie die Möglichkeit, die Ausstellung „Meine Welt ist schön! Lass sie mich Dir zeigen.“ zu sehen. Der Berliner Kinderschutzbund hat 20 Kinder der Leo-Lionni-Grundschule an ihre Lieblingsorte im Wedding begleitet. Dabei ist es der Sozialarbeiterin Malalai Nezam und dem Fotografen Raphael Krämer gelungen, eine besondere Schönheit ihrer Lebenswelt einzufangen.

=Christian Kölling=

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