Schilleria-Mädchen halten Gedanken zur Entwicklungspolitik in einem Wandgemälde auf dem Kindl-Gelände fest

Diversität, Interkulturalität, Antidiskriminierungsarbeit und eine gelebte Menschen-rechtskultur sind die Querschnittsthemen der Schilleria. Bereits seit 2002 bietet die Einrichtung im Neuköllner Schillerkiez Empower-ment- und Freizeiträume für Mädchen ab sieben Jahren und junge Frauen an. Im Februar diesen Jahres wurde der Mädchentreff mit dem 3. Platz des Hatun-Sürücü-Preises geehrt. Die Auszeichnung galt einerseits dem breiten Programmangebot, zu dem neben Theater-, Rap-, Tanz- und Graffiti-Workshops auch Bildungsseminare und Hausauf-gabenhilfe gehören. Ebenso aber wurde mit ihr der erfolgreiche Einsatz im Dezember 2017 gewürdigt, als die drohende Kündigung der Räume durch effektive und kreative Öffentlichkeitsarbeit abgewendet werden konnte.

In Zusammenarbeit mit dem Berlin Global Village und unterstützt von der Graffiti-künstlerin Nancy Rohde haben einige Schilleria-Mädchen jetzt ein temporäres Wandgemälde an die Stirnseite der Fassade des alten Verwaltungsgebäudes auf dem Kindl-Gelände gesprüht. Zehn Mädchen zwischen 13 und 15 Jahren hatten sich vor der Aktion mit dem Thema Entwicklungspolitik aus feministischer Sicht auseinandergesetzt und ihre Gedanken über die Verbindung des Globalen Nordens und Südens im Bild verarbeitet.

An der zur Werbellinstraße gelegenen Rückseite des Hauses ist bereits ein Mural der libanesisch-ägyptischen Künstlerin Bahia Shehab aufgetragen. Das Gebäude soll bald abgerissen und im Frühjahr 2019 durch einen repräsentativeren Neubau ersetzt werden.

Heute wird im Berlin Global Village die Ausstellung „Black Womanhood“ eröffnet, die 20 schwarze deutsche und afrikanische Frauen in Deutschland portraitiert. Ziel der Ausstellung ist es, Diaspora- Diskurse anzuregen und das Schaffen und Wirken einzelner Frauen afrikanischer Herkunft exemplarisch darzustellen.

=Christian Kölling=

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