Einige tausend Menschen demonstrierten in Neukölln gegen rechte Gewalt

„Ob Chemnitz oder Neukölln: Auf die Straße gegen rechte Gewalt“, unter diesem Motto fanden sich gestern weit mehr Menschen als erwartet auf dem Hermannplatz zusammen, um gegen Ausschreitun-gen und Zusammenstöße der vergangenen Tage in der sächsischen Stadt zu demonstrieren.

Ursprünglich hatte u. a. der Jugendverband der Linkspartei Solid nur zu einer Protestkundgebung auf dem Hermannplatz aufgerufen. Weil aber mehrere tausend Menschen dem Aufruf folgten, wurde aus der Kundgebung eine kurze Demonstration, die über die Sonnenallee und die Erkstraße zum Rathaus Neukölln führte. 

Die Demonstrationsteilnehmer kritisierten, dass Neukölln weiterhin ein Brennpunkt rechter Anschläge sei. Der Aufbau rechter Schlägertrupps und Nazi-Organisationen stelle für Migranten, Antifaschisten, Linke und Gewerkschafter eine ernsthafte Gefahr dar. Zudem habe die Verquickung von Polizei und Staatsapparat mit rechten Netzwerken gerade in Sachsen ein gefährliches Ausmaß erreicht.

=Christian Kölling=

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