Britzer Müllerei mit breitgefächerten Angeboten

Ein lohnendes Ziel für Wochenendausflüge ist auch nach dem Ende der Sommerferien die Mühle am Britzer Garten. Sie wurde 1865 erbaut, und ihre Kappe dreht sich mithilfe der Windrose selbsttätig im Wind. Bis 1936 arbeitete die Zwölfkant-Galerieholländer-Windmühle mit Wind-kraft, danach mit einem Motor. Zur Bundesgarten-schau 1985 wurde sie nach langem Stillstand restauriert und wieder eröffnet. Heute ist die Britzer Mühle eine der wenigen arbeitenden Wind-mühlen in Deutschland. Bekannt ist sie zudem für eine besondere Zeremonie: Paare können sich nach ihrer standesamtlichen Vermählung vom Müller im Ambiente der alten Windmühle vermehlen lassen.

An der Verkaufsstelle des Britzer Müllerei e. V., der die Mühle wartet und der Öffentlichkeit mit Führungen zugänglich macht, können Mühlenprodukte sowie Informationsmaterial und Andenken erworben werden: Freitags und sonnabends werden Dinkel-, Weizen- und Roggen-Vollkornmehl aus kontrolliert biologisch angebautem Getreide sowie mehrere Sorten Brot verkauft. Das Getreide und die verschiedenen Brotsorten werden von regionalen Bäckereien geliefert.

Vorbildlich ist ein Flyer der Mühle, der in Leichter Sprache geschrieben ist und die Kurzbroschüre ergänzt. Die Sätze sind kurz. Der Text wird zusätzlich mit Zeichnungen veranschaulicht.

Bemerkenswert und bisher einmalig in Deutschland ist eine fast zweijährige Hobby-Ausbildung, die der Müller Piet Leeuw nach niederländischem Vorbild 1987 an der Britzer Mühle initiierte. Zurzeit läuft der 17. Ausbildungskurs in Britz.

Die Britzer Mühle ist von März bis Oktober zu folgenden Zeiten für Besucher geöffnet: Freitags und samstags (mit Brotverkauf) 11 bis 16 Uhr, sonn- und feiertags (mit Führungen) 11 bis 16 Uhr. Bitte beachten Sie die aktuellen Termine im Internet: www.britzer-muellerei.de. Telefonisch ist der Verein unter 0171 – 141 03 93 zu erreichen.

=Christian Kölling=