Fünfter Bezirk Berlins als Fairtrade-Town ausgezeichnet

Charlottenburg-Wilmersdorf, Mitte, Tempelhof-Schöneberg und Pankow sind als Fairtrade-Towns bereits anerkannt. Treptow-Köpenick und Neukölln haben sich beworben. Damit Berlin sich Fairtrade-Hauptstadt nennen darf, müssen mindestens acht der zwölf Stadtbezirke den Titel tragen. Als fünfter ist Friedrichshain-Kreuzberg seit gestern Fairtrade-Town. Manfred Holz, Fairtrade-Ehrenbotschafter des TransFair e. V., übergab die Urkunde am Nachmittag in der Alten Feuerwache an die Friedrichshain-Kreuzberger Stadträtin Clara Herrmann. Die Feier, zu der auch Wirtschaftssenatorin Ramona Pop gekommen war, wurde mit nicaraguanischer Live-Musik sowie mit Informationen rund um den fairen Handel begleitet.

Dr. Christian Hoffmann, Bezirksverordneter der Neuköllner Grünen, gratulierte dem Nachbarbezirk ebenfalls zur Auszeichnung und informierte sich in der Alten Feuerwache über die im Sommer 2017 gestartete Kampagne „Berliner Sport – Rundum fair“. Mit einem aktuellen BVV-Antrag (Drucksache – 0744/XX ) will Hoffmann in Neukölln erreichen, dass bei Veranstaltungen im Rathaus künftig fair gehandelte Lebensmittel wie Kekse, Kaffee, Tee, Säfte etc. angeboten werden.

Außerdem fragte Hoffmann bei Bezirksbürgermeister Martin Hikel nach, in welchen Abteilungen des Bezirksamtes Dienstkleidung zur Verfügung gestellt wird und wer für die Beschaffung verantwortlich ist. Ergebnis der Anfrage (Drucksache KA 229/XX): Der Bezirk hat kaum Einfluss bei der Beschaffung von Dienstkleidung, obwohl der Bedarf nicht unerheblich ist. „Bei rund 45 Außendienstmitarbeitern wurden im Jahr 2017 für die Grundausstattung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie als Ersatz für verschlissene Kleidung beispielsweise 54 Jacken, 49 Paar Schuhe und 106 Hosen beschafft“, antwortete Hikel unter anderem. Von Einzelbestellungen abgesehen, erfolge die Beschaffung zentral über das Elektronische Warenhaus des Zentralen Dienstes der Polizei (ZD Pol) des Landes Brandenburg. Jetzt ist also die Landesebene im Berliner Abgeordnetenhaus gefragt, damit Fairness als Vergabekriterium beim Einkauf berücksichtigt werden kann.

=Christian Kölling=

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