Über 40 Vorführungen und Experimente zum Mitmachen bei der klügsten Nacht des Jahres

Das Oberstufenzentrum (OSZ) Lise Meitner nahm als einzige Station in Neukölln am vergangenen Sonnabend an der 18. Langen Nacht der Wissenschaften teil. “Auf diese Schule wäre ich auch gerne gegangen!”, zitiert das OSZ auf seiner Webseite selbstbewusst Bundeskanzlerin Angela Merkel, die die Einrichtung in der Rudower Straße im März 2009 besuchte. 1979 wurde die Bildungseinrichtung für naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler aus allen Bezirken Berlins gegründet. Es besteht aus einer Berufsschule, einem Beruflichen Gymnasium, einer Fachoberschule, der Berufsoberschule und der Berufsfachschule für Technische Assistentinnen und Assistenten. Im Mittelpunkt stehen die Fächer Chemie, Physik, Biologie und Informatik.

In der Langen Nacht der Wissenschaften betreuten die Schülerinnen und Schüler der Lise-Meitner-Schule auf dem Campus Efeuweg viele Mitmachexperimente und zeigten ihre Präsentationen, die besonders für Kinder und Jugendliche geeignet waren. Nahezu alle Labortüren standen offen. Auch ein Hochleistungs-Elektronen-Mikroskop der Schule wurde vorgestellt. Karin Korte, Bezirksstadträtin u. a. für Bildung und Schule, ließ sich von Schulleiterin Petra Christiansen die wichtigsten Vorführungen zeigen und sah sich zudem die Bienenstöcke der Schule an.

Madagaskar-Fauchschaben (Gromphadorhina porten-tosa) waren auf der Biologie-Etage zu bestaunen. Wer wollte, durfte die Monsterschabe auch einmal in die Hand nehmen und streicheln, um Hemmungen abzubauen und vielleicht eine andere Sichtweise auf das Krabbeltiere zu gewinnen. Erste Einblicke in das enge Zusammenspiel von Polizeiarbeit und naturwissenschaftlichen Techniken bekamen über 10-Jährige an einer anderen Station: Labore tragen oft wesentlich zur Aufklärung komplizierter Fälle bei. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Lise-Meitner-Schule konnten Besucher einen Fall aufklären, indem sie Tatortmaterial analysierten, Fingerabdrücke untersuchten und Blutspuren suchten.

Weniger spektakulär führten Sarah und Oliver, die im OSZ erst ihr Abitur und anschließend eine Ausbildung als Biologisch-technische Assistenten machten, in einem der Nebenräume ein Experiment vor. Wasserstoffperoxid (H2O2) wird von einem Enzym, das in Kartoffeln enthalten ist, bei einer chemischen Reaktion in Wasser (H2O) und Sauerstoff (O2) aufgespalten. Zum Nachweis, dass der Katalase genannte Prozess erfolgt ist, kann der im Reagenzglas freigesetzte Sauerstoff mit einem glimmenden Span entzündet werden, wobei für einen Augenblick eine schwach bläulich-gelb leuchtende Flamme zu sehen ist.

Insgesamt waren über 40 Vorführungen zur Langen Nacht der Wissenschaften im OSZ Lise Meitner zu sehen. Die Physiker stellten beispielsweise den Doppler-Effekt vor und erklärten, warum die Sirene eines vorbeifahrenden Krankenwagens anders klingt, je nachdem ob der Wagen sich dem Beobachter nähert oder von ihm entfernt. In einem Labor der Chemiker konnten ein Stockwerk höher Wunderkerzen in einem Workshop selbst hergestellt werden. Auch das Schülerforschungszent-rum Berlin, das in der Lise Meitner-Schule untergekom-men ist, und von dem ursprünglich vor 18 Jahren die Initiative zur Beteiligung an der klügsten Nacht des Jahres ausgegangen sein soll, war wieder mit verschiedenen Informatik-Präsentationen beteiligt.

=Christian Kölling=

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