Rund 7.000 Kita-Plätze sind in Neukölln vorhanden, 10.000 wären nötig

Mit einer großen Abschlusskundgebung vor dem Brandenburger Tor machte am Sonnabend eine Demonstration auf die Kita-Krise in Berlin aufmerksam. Aber wie sieht eigentlich die Situation aktuell in unserem Bezirk aus? Denn: Rund 3.000 Kitaplätze fehlen in Neukölln, und der Bedarfsatlas der Senatsverwaltung für Jugend, Familie und Kinder prognostiziert mehr Kinder im Kita-Alter in allen 10 Regionen, in die der Bezirk unterteilt ist.

Der Neuköllner Abgeordnete Joschka Langenbrinck (SPD) stellte im Berliner Landesparlament fünf Schriftliche Anfragen (Drs. 18/14917 – 18/14921) zum Kitaplatz-Mangel in den einzelnen Neuköllner Bezirksregionen. Ergebnis: In allen Regionen Neuköllns liegt die Zahl der unter Siebenjährigen, die einen individuellen Rechtsanspruch auf Förderung in Kindertageseinrichtungen und -pflege haben, deutlich höher als die Zahl der zur Verfügung stehenden Plätze. Am größten ist diese Differenz in der Bezirksregion Rixdorf, wo 2.603 Kinder mit einem Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz nur 1.549 Kitaplätze gegenüberstehen. Zweitens sind alle vorhandenen Kitaplätze in Neukölln sehr gut ausgelastet, am stärksten im Gebiet Schillerpromenade, wo 1.598 Kitaplätze angeboten werden und 1.522 Plätze belegt sind.

Zudem fragte Langenbrinck (r.) nach Plänen zum Ausbau von Kitaplätzen in den einzelnen Bezirks-regionen: 96 Kitaplätze sollen noch 2018 in der Bezirksregion Mitte/Zentrum über das Landespro-gramm „Auf die Plätze. Kita, los!“ entstehen. Für das Bundesprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung 2017 – 2020“ liege außerdem noch ein Antrag zur Schaffung von 107 Plätzen vor. In der Schillerpromenade sind 84 neue Plätze und in Rixdorf 10 neue Plätze über Bundes- und Landesprogramme im laufenden Jahr vorgesehen, wie Staatssekretärin Sigrid Klebba von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie auf Langenbrincks Schriftliche Anfragen antwortete.

=Christian Kölling=

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