Fast vergessener Springbrunnen in der Gropiusstadt soll ab 2019 wieder sprudeln und die Neuköllner Siedlung barrierefreier werden

Menschliche Grundbedürfnisse über wirtschaftliche und industrielle Forderungen zu stellen, das war ein wesentliches Ziel von Walter Gropius, der neben Ludwig Mies van der Rohe und Le Corbusier als Mitbegründer der modernen Architektur gilt. „Bunt ist meine Lieblingsfarbe“, soll der Bauhaus-Architekt, der 1883 in Berlin geboren wurde und 1969 in Boston starb, einmal gesagt haben.

Mit drei großen Förderprojekten, die in der nach dem Architekten benannten Gropiusstadt liegen, präsentierte sich der Bezirk Neu-kölln zum bundesweiten Tag der Städtebauförderung am vergangenen Sonnabend. Für den Auftakt der Informationstour waren Bezirksbürgermeister Martin Hikel sowie die Bezirksstadträte Karin Korte (Bildung) und Jochen Biedermann (Stadtentwicklung) zum Springbrunnen an der Lipschitzallee in das Zentrum der Siedlung gekommen. Der Brunnen, der seit 1998 außer Betrieb ist, soll im kommenden Jahr wieder mit Unterstützung aus dem Programm Zukunft Stadtgrün sprudeln. Auch die Neuköllner Beauftragte für Menschen mit Behinderung, Katharina Smaldino, und der Bundestagsabgeordnete Dr. Fritz Felgentreu, dessen Wahlkreisbüro nur einige Meter entfernt direkt am U-Bahnhof Lipschitzallee liegt, hielten kurze Reden. Smaldino (r.) hatte sich bei ihren Kollegen und Vorgesetzten im Bezirksamt dafür stark gemacht, dass der Bezirk Fördermittel in Höhe von 1,7 Millionen Euro aus dem Programm Zukunft Stadt-grün akquirierte. Felgentreu unterstützte mit seiner Arbeit im Bundestag die Forderungen aus Neukölln.

Die Ziele der Stadtentwicklung sind neben besserer Lebens- und Wohnqualität im Fördergebiet Gropiusstadt vor allem auch die Beseitigung von Barrieren für Fußgänger, Menschen mit Behinderung, Spielende, Sporttreibende sowie Radfahrer. Welche Maßnahme erforderlich sind, um das Fördergebiet barrierefrei zu gestalten, hat die von Bezirksamt und Quartiersmanagement Gropiusstadt gemeinsam beauftragte Studie „Barrierefreie Gropiusstadt“ gezeigt. Neben der Instandsetzung des Brunnens an der Lipschitzallee ist auch der Bau eines barrierefreien Spielplatzes am Sollmannweg vorgesehen. Landschaftsarchitekt Harald Fugmann erläuterte bei einem kleinen Spaziergang im Umfeld des Brunnens die Vorhaben des Planungs-büros Fugmann Janotta Partner an Ort und Stelle.

Anschließend stellte das Bezirksamt der Öffentlichkeit an zwei weiteren Stationen vor, wie die Fördermittel des Programmes Nationaler Städtebau am Campus Efeuweg verwendet werden und wie Geld aus dem Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt dem Spielgelände der Kita Wutzkyallee zu Gute kommt.

=Christian Kölling=

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