Mahnwache „Berlin brennt“ beendet – verschiedene Forderungen bleiben aber weiterhin auf der Agenda der Berliner Feuerwehr

35.360 Einsätze fuhren allein die vier Feuerwehr-wachen in Rixdorf, Buckow und Rudow im Jahr 2016. Dies teilte die Berliner Innenverwaltung dem Neuköllner SPD-Abgeordneten Joschka Langen-brinck mit, der Ende letzten Jahres eine umfang-reiche Schriftliche Anfrage zu Einsatzzeiten von Feuerwehr und Polizei in Neukölln gestellt hatte.

Stadtweit sind bei der Feuerwehr die Arbeits- und Personalbedingungen schlecht. Auch die Ausstattung ist verbesserungsbedürftig. Mit der Mahnwache „Berlin brennt“ demonstrierten deshalb Feuerwehrleute seit dem 26. März rund um die Uhr vor dem Roten Rathaus in Mitte. Am Montagnachmittag unterschrieben Innensenator Geisel und Gewerkschaftsvertreter eine Vereinbarung. Ihre wichtigsten Ergebnisse: Ab 1. Mai wird eine 44 Stunden-Woche eingeführt, zudem bekommen die Feuerwehrleute eine höhere Zulage und neue Technik. Völlig zufrieden sind einige Feuerwehrleute mit der Vereinbarung aber noch nicht.

Es geht nicht nur um mehr Geld. Wir brauchen familien-freundlichere Arbeitszeiten und mehr Nachwuchs“, erläuterte ein Teilnehmer der Mahnwache am Montagabend: „Wir lassen das Feuer aber ausgehen.“ Sauer sind die Feuerwehrleute auch, weil die Zahl der Feuerwehr-Einsätze in den vergangenen Jahren stark gestiegen ist. „Die Alarmzahlen müssen unbedingt runter“, forderte ein Feuerwehrmann. In Neukölln beispielsweise lag die Zahl der Einsätze 2011 noch bei 28.710.

=Christian Kölling=