Tradition, Innovation und ein buntes Programm bei freiem Eintritt

Morgen werden die 53. Neuköllner Maientage eröffnet. Bis zum 21. Mai erwartet die Besucherin-nen und Besucher wieder ein buntes und vielfältiges Programm. Initiert wurden die Neuköllner Maientage 1965 von den Schaustellern Harry Wollenschlaeger und Hans Purwin. Als Dank und in Gedenken an die beiden Männer wurde gestern Mittag von Bezirks-bürgermeister Martin Hikel vor dem Haupteingang der Hasenheide am Columbiadamm ein Gedenkstein enthüllt. Karin Korte, Bezirks-stadträtin für Bildung, Schule, Kultur und Sport, sowie die Tochter Irene Simmons (geborene Purwin) und der Sohn Thilo-Harry Wollenschlaeger waren zur Ehrung der beiden gestandenen Familienväter gekommen.

„Als nach dem Mauerbau die Teilung Berlins unumstößlich schien, wollten Hans Purwin und Harry Wollenschlaeger nicht einfach resignieren, sondern die Berlinerinnen und Berliner auf andere Gedanken bringen. ‚Wir müssen die Freude wieder in die Stadt bringen‘ ist damals ihr Motto gewesen“, sagte Hikel. „In Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt hoben sie ein Frühlingsfest im Grünen für die ganze Familie aus der Taufe. Heute sind die Neuköllner Maientage das größte Parkfest Berlins, bei dem sich verschiedene Nationen und Religionen kennenlernen.“ Die Folgearbeit des Sohnes Thilo-Harry Wollenschlaeger würdigte Hikel: „Sie holen die Schausteller aus ganz Deutschland nach Neukölln. Die Veranstaltung hat sich zu einem bedeutenden Botschafter Neuköllns auf dem Berliner Veranstaltungsparkett entwickelt.“

Thilo-Harry Wollenschlaeger betonte bei einer anschließenden Pressekonferenz in der Löwenhütte auf dem Volksfestgelände dass nicht nur das Programm gut, sondern auch die Sicherheit der Besucher gewährleistet sein müssen, damit Besucher aus ganz Berlin nach Neukölln kommen. „Ich wünsche mir ein friedvolles Fest wie im letzten Jahr“, sagte Wollenschlaeger. 2017 habe es nur drei kleinere Zwischenfälle auf dem Gelände und am Rande gegeben.

Tradition hat bei den Neuköllner Maientagen die gute Kooperation mit den verschiedensten Institutionen des Bezirks. Seit 21 Jahren gibt es einen Wettbewerb in Neuköllner Schulen um das aussagekräftigste Plakatmotiv für das Volksfest. Schulstadträtin Korte präsentierte den Originalentwurf, den eine Grundschülerin der Konrad-Agahd-Schule gemalt hat und der nun als Plakat gedruckt wurde. „Die Prämierung der drei besten Entwürfe und der drei Sonderpreise erfolgt zum Volksfeststart“, kündigte Korte an.

Eine lange und intensive Zusammenarbeit gibt es auch zwischen den Volksfestorganisatoren und dem Leiter des Grünflächenamtes Bernd Kanert. „Mister Hasenheide“, wie Kanert scherzhaft genannt wird, achtet auf den Baumschutz und darauf, dass die schweren Fahrgeschäfte auf Unterlagen stehen, damit der Boden geschont wird. Auch muss Kanert die Entwässerung im Blick behalten und dafür sorgen, dass die LKW der Schausteller und andere Fahrzeuge nur mit Schrittgeschwindigkeit in der Hasenheide unterwegs sind.

Tradition und Innovation sind das Leitmotiv der Neuköllner Maientage. Neben einer 80 Jahre alten Walzerbahn sind auch modernste Fahrgeschäften wie The Beast, XXL Krake oder Shaker bis hin zur kinderfreundlichen Wilden Maus auf den Maientagen zu finden. Der Eintritt zum Rummel ist frei. Mittwochs ist Familientag mit halben Preisen auf allen Karussells und Bahnen. Weitere Informationen: www.neukoellner-maientage.berlin

=Christian Kölling=