Manche Besucher haben schon selber als Kinder in der Zwicke gespielt und bringen jetzt ihre Enkel vorbei

Berlins ältester Jugendclub, das Kinderclubhaus Zwicke, feierte am vergangenen Freitagnachmittag seinen 70. Geburtstag. Jugendstadtrat Falko Liecke und Tanja Schleef-Ruppert, Erzieherin und Leiterin der Einrichtung, sowie ihr Team luden zum generationenübergreifenden Jubiläumsfest, für das auch Bezirksbürgermeister Martin Hikel gekommen war. Es gab Spielangebote wie Torwandschießen und Büchsenwerfen für Jung und Alt sowie eine Hüpfburg. Der Erlebniszirkus Mondeo präsentierte eine Bühnenshow, und die benachbarte Polizeidienststelle hatte einen Fahrradparcours aufgebaut.

In einem kleinen Nebengebäude des im Oktober 2017 nach längeren Sanierungsarbeiten wiedereröffneten Hauses waren alte Erinnerungsstücke, Fotos, Dokumente und Bücher ausgestellt. Das Bezirksamt brachte zum Jubiläum eine kleine Broschüre mit dem Titel „70 Jahre Jugendfreizeitheim ‚Zwicke‘“ heraus. Im Kern ist die Einrichtung für Schulgänger ausgerichtet, also für Kinder und Jugendliche von 6 bis 18 Jahren. „Über die Zeit hat sich die Altersgrenze allerdings nach unten wie nach ober verschoben“, heißt es am Ende der Broschüre. Schulabgänger kämen noch immer zum Fussballspielen vorbei, junge Mütter gemeinsam mit ihren Kindern. Auf eine weitere Besonderheit weist das Kinderclubhaus hin: „Manchmal gibt es Besucher, die schon vor 70 Jahren hier waren: Frauen, die als junge Mädchen in der Zwicke gespielt haben und jetzt ihre Enkelkinder vorbeibringen.“

=Christian Kölling=

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