Bauprojekt Klinikum Neukölln startet mit größerem Volumen als bisher geplant

Zur Vorstellung des Geschäftsberichtes 2017 hatte das Vivantes Netzwerk für Gesundheit am Donnerstagvormittag ins Neuköllner Krankenhaus an der Rudower Straße eingeladen. Dr. Andrea Grebe, Vorsitzende der Geschäftsführung bei Vivantes, präsentierte der Öffentlichkeit ein ausgeglichenes Jahresergebnis und kündigte weitere Investitionen an: „Vivantes hat seine Investitionen 2017 mit 82 Mio. Euro deutlich aufgestockt und treibt mittlerweile an fast allen Standorten Bauprojekte voran. Größtes Einzel-projekt war zuletzt der Ersatzneubau am Standort im Friedrichshain in Höhe von 105 Mio. Euro mit rund 400 Betten. Noch größer ist der Investitionsbedarf am Klinikum Neukölln, wo dringender Sanierungsbedarf am Hauptgebäude besteht, das in den 1980er Jahren errichtet wurde.“

Dr. Eibo Krahmer, Geschäftsführer Finanzmanagement, Infrastruktur und Digitalisierung, erläuterte das Vorhaben näher: „Wir werden als ersten Bauschritt vor dem Hauptgebäude einen Kopfbau – den sogenannten Nordkopf – errichten, der dann als Drehscheibe für die Sanierung des Hauptgebäudes fungiert. Alle Sanierungs-maßnahmen werden im laufenden Betrieb erfolgen.“ Damit größere Bereiche des Hauptgebäudes für die Sanierungsarbeiten freigezogen werden können, sei es jetzt erforderlich geworden, den Kopfbau am nördlichen Ende des Hauptgebäudes größer zu dimensionieren als ursprünglich geplant. Die bisherige Prognose in Höhe von 600 Millionen Euro für die Kosten der Sanierungsarbeiten, die sich bis in die 30er Jahre erstrecken werden, ist damit sehr wahrscheinlich überholt. Eine neue Prognose liegt jedoch noch nicht vor.

Der Bau des Kopfbaus, der mehr als drei Jahre dauern wird, soll im Frühjahr 2020 begonnen werden. „Im Neubau sollen vor allem eine größere Rettungsstelle, OP-Säle und Funktionsbereiche aber auch etliche Bettenstationen Platz finden. Diese stellen die Voraussetzung für die sich anschließende Sanierung dar“, erklärte Eibo Krahmer (r., neben Klinikdirektor Christian Dreißigacker). In einzelnen Teilen des Hauptgebäudes werden schon 2018 Sanierungsmaßnahmen stattfinden müssen. Vorbereitende Baumaßnahmen, die u. a. die Technikzentrale, die Zentral-sterilisation sowie die Strom- und Trinkwasserversorgung betreffen, wurden bereits erledigt.

=Christian Kölling=

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