Holländischer Griff kann Leben retten

„Bevor es die Kampagne gab, kannte ich den Holländischen Griff auch noch nicht“, gestand Luise Mania, die am vergangenen Wochenende auf der Fahrrad-Messe Velo Berlin, die in zwei Hangars und auf dem Vorfeld des ehemaligen Flughafens Tempelhof stattfand, einen Stand der Senatsverwal-tung für Umwelt, Verkehr und Klima mitbetreute.

Oft sind es schon kleine Dinge, die mehr Sicherheit für alle schaffen. Ein Beispiel ist der Holländische Griff, für den die Aktion „Berlin nimmt Rücksicht“ wirbt, um der Unfallursache Dooring entgegen zu wirken: „Er beschreibt das Öffnen der Fahrertür mit der rechten Hand. Dabei dreht sich der Oberkörper nach links und der Blick geht automatisch nach hinten. So werden Radfahrende meist frühzeitig entdeckt“, erklärte Mania.

In der Stadt fährt die junge Frau sowohl Fahrrad als auch Auto. „Am Maybachufer sind immer viele Radfahrer unterwegs“, erzählt sie von ihren Eindrücken aus Neukölln. Manchmal sei dort das Autofahren schon nervig. „Kampfradler? Die habe ich auch in Neukölln noch nicht gesehen“, antwortete die Campaignerin auf meine Frage. Es ist wohl eine Frage der inneren Einstellung, wie die verschiedenen Verkehrsteilnehmer ihre Welt wahrnehmen.

Am Stand wurde zudem für die Aktion Stadtradeln geworben, an der Berlin im Rahmen des Klima-Bündnis vom 3. bis 23. Juni teilnimmt. Alle Berlinerinnen und Berliner sind aufgerufen, 21 Tage lang für mehr Radverkehr und eine lebenswerte Metropole in die Pedale zu treten.

=Christian Kölling=

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