Pionierarbeit für den Klimaschutz im Vivantes Neukölln

Regionale Produkte kaufen, weniger Auto fahren, die Heizungstemperatur reduzieren: Was jeder Einzelne tun kann, um den persönlichen CO2-Fußabdruck zu verkleinern und damit mehr für die Umwelt zu tun, ist hinlänglich bekannt. Das Vivantes Klinikum Neukölln leistet nun bei einem Pilotprojekt der HCWH Europa als einziges deutsches Krankenhaus Pionierarbeit beim Klimaschutz in Sachen Anästhesiegase.
„Wir gehen davon aus, dass der Gesundheitssektor für rund 5 Prozent der europäischen CO²-Emissionen verantwortlich ist“, sagt HCWH-Direktorin Anja Leetz und ergänzt, dass viele Anästhesisten wohl gar wüssten, wie unterschiedlich der CO2-Fußabdruck der bei Opera-tionen eingesetzten Gase ist: Bei Desfluran liege das Treibhausgaspotenzial bei 2.540, bei Sevofluran jedoch nur bei 130. „Patientensicherheit und das individuell am besten geeignete Anästhe-sieverfahren anzuwenden hat Top-Priorität. Aber wenn es medizinisch keine Nach-teile hat, ein weniger klimaschädliches Anästhesiegas einzusetzen oder Gase niedriger dosiert zu verabreichen, dann wollen wir entsprechend handeln“, versichert Christian Dreißigacker, der geschäftsführende Direktor des Vivantes Neukölln. Bereits im vergangenen Jahr wurde dem Klinikum für die Reduzierung des Energieverbrauchs der „2020 Healthcare Climate Challenge Award“ in Gold verliehen.

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