„Rudow liest“ mit Sten Nadolny, vielen Neuerscheinungen und vielleicht einer neuen Bezirksstadträtin zur Eröffnung

„Ich freue mich sehr, dass ich in diesem Jahr Sten Nadolny für eine Lesung gewinnen konnte“, sagt Heinz-Jürgen Ostermann, als er mir das diesjährige Programm von „Rudow liest“ bei einem Gespräch in seiner Buchhandlung Leporello vorstellt. „Nadolny ist wahrhaftig einer der Großen der deutschen Literatur. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nannte ihn anlässlich seines 75. Geburtstags einen Glücksfall für die deutsche Literatur“, fügt Ostermann an.

1983 erschien Nadolnys Roman „Die Entdeckung der Langsamkeit“, der in alle Weltsprachen übersetzt wurde und zu den modernen Klassikern der Weltliteratur zählt. „‚Das Glück des Zauberers‘ heißt das vergnüglich-weise Werk, aus dem Sten Nadolny am Samstag auf der Hauptveranstaltung im Gemeindezentrum Dorfkirche lesen wird“, berichtet Ostermann, der bereits im siebenten Jahr das von Mitgliedern der Aktion-sgemeinschaft Rudower Geschäftsleute initiiierte Lesefest organisiert.

„In diesem Jahr gibt es erstmalig eine Open-Air-Lesung auf dem Rudower Wochenmarkt“, erklärt der Buchhändler weiter: „Nikita Afanasjew wird aus seinem Buch ‚Banküberfall, Berghütte oder ans Ende der Welt‘ lesen. Alle relevanten Institutionen in Rudow sind vom 2. bis 4. März wieder am abwechslungsreichen Programm mit insgesamt 13 Lesungen beteiligt Die Evangelische und Katholische Kirchengemeinde, der Kulturverein Alte Dorfschule Rudow und die Stadtteilbibliothek Rudow ebenso, wie auch örtliche Geschäfte, zu denen eine Fahrschule, ein Hörgeräteakustiker und eine Boutique gehören.

Zwei Lesungen finden in Ostermanns Buchhandung Leporello statt: Axel Ranisch liest am Freitagabend aus seinem gerade im Februar frisch erschienenen Debütroman „Nackt über Berlin“. Sabine Scholl ist am Sonntagnachmittag mit ihrem Buch „Das Gesetz des Dschungels“ in der Krokusstraße 91 zu Gast.

Der Roman „Das Kaff“, den der Autor Jan Böttcher am Sonntagnachmittag im Gemeindezentrum Dorfkirche vorstellt, wird offiziell erst am 9. März erscheinen. Erzählt wird die Geschichte eines Architekten, der für die Karriere aus seinem kleinen Heimatort in die Großstadt zog und nun in das Kaff in der norddeutschen Tiefebene zurückkehrt, wo er einsieht, dass sein Leben hier und jetzt beginnen kann.

Die vom Berliner Autorenlesefond geförderte Auftaktlesung bestreitet am Freitag um 18 Uhr Boris Pfeiffer mit seinem Krimi „Dunkelhaus“ in der Stadtteilbibliothek Rudow. Eröffnet wird „Rudow liest“ traditionell von einem Mitglied des Neuköllner Bezirksamtes. Bezirksstadtrat Jochen Biedermann, der bis gestern vertretungsweise für Bildung, Schule und Kultur zuständig war, ist im Programmheft deshalb angekündigt. „Ich würde mich freuen, wenn die frisch gewählte Bezirksstadträtin für Bildung, Schule und Kultur Karin Korte, gleich nach ihrer Wahl kommen kann“, wünscht sich Heinz-Jürgen Ostermann am Ende des Gespräches.

=Christian Kölling=

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Eine Antwort

  1. Wie immer ein tolles Programm bei Rudow liest…lk

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