Unvereinbar: Suchtmittel und Straßenverkehr

Alkohol war 2016 in Berlin bei 1.327 Unfallbeteiligten ursächlich für Verkehrsunfälle – drei Tote und 113 Schwerverletzte waren die Folge. Mit 150 jungen Erwachsenen unter den Unfallverursachern, 80 Prozent davon männlich, waren es in dieser Altersgruppe fast 32 Prozent mehr als im Vorjahr. „Angesichts dieser Zahlen ist kompetente Aufklärung für junge Menschen über die Risiken des Konsums von Suchtmitteln im Straßenverkehr frühzeitig erforderlich“, sagt Neuköllns Jugend- und Gesundheitsstadtrat Falko Liecke.

In Neukölln findet vom 6. bis 8. März im Guttempler-haus zum elften Mal die Präventionsveranstaltung „Fit für die Straße“ statt. Jedes Jahr werden an diesen Tagen Schulklassen aus Neukölln und Treptow-Köpenick über die Risiken des Alkohol- und Drogenkonsums im Straßenverkehr informiert. An Fahrsimulatoren können die Jugendlichen die Auswirkungen praktisch erleben und bei einem Quiz tolle Preise gewinnen.

Die Veranstaltung zur Neuköllner Alkoholprävention wird seit 11 Jahren in Kooperation mit der Selbsthilfevereinigung der Guttempler in Berlin-Brandenburg e. V. ausgerichtet und von zahlreichen Kooperationspartnern unterstützt.

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Eine Antwort

  1. Diese Diskuasion ist gerade im Zusammenhang mit der aktuellen Legalisierungs und Entkriminalisierungsdebatte in Bezug auf Cannabis wichtig.

    Entkriminalisierung, ja. Aber Menschen unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln, Alkohol oder die Verkehrstauglichkeit negativ beeinflussenden Medikamenten sind eine Gefahr im Straßenverkehr und gehören nicht hinters Steuer.

    Ich hoffe, an dieser Ansicht ändert sich zukünftig nichts. Das wäre fahrlässig.

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