Die Zeit drängt: Gemeinschaftsgarten Prachttomate fordert vom Bezirk Neukölln „Vorkaufsrecht anwenden!“

Im Sommer 2016 waren es Gerüchte, dass der Bezirk das Grundstück bebauen wolle, die bei den Aktiven des parallel zur Karl-Marx-Straße liegenden Gemeinschaftsgartens Pracht-tomate für Aufregung sorgten. Doch nun steht fest, dass eine Baugruppe auf einer Teilfläche Wohnun-gen entstehen lassen will. „Keine bezahlbaren Mietwohnungen, sondern exklusive Wohnungen zur Eigentumsbildung“, stellen die Aktivisten aufgebracht fest. „Die Aufwertung der Innenstadt und die Verdrängung von Menschen mit wenig Kohle bricht sich weiter Bahn. Wir fordern: Vorkaufsrecht nutzen, Modellprojekt entwickeln!“

Weil sich das Grundstück im Sanierungsgebiet Karl-Marx-Straße/Sonnenallee befin-det, werde der Kaufvertrag derzeit im Neuköllner Bezirksamt geprüft. „Der Bezirk hat in diesem Rahmen nun die einmalige Möglichkeit, das Vorkaufrecht auszuüben und dadurch dieses und ein weiteres privates Grundstück zu erwerben, um darauf die Versorgung des Gebietes mit sozialer, kultureller oder sportlicher Infrastruktur sicherzustellen. Sanierungsgebiet wie Stadtteil benötigen zuzugsbedingt dringend mehr Kitas. Auch an niedrigschwelligen kulturellen und Freizeiteinrich-tungen fehlt es, die auf kleinräumliche Bedürfnisse zugeschnitten sind. Und an Sportflächen. Hier gilt es anzusetzen. Und eben nicht an der Förderung von eigentumsbildenden Privatinteressen“, mahnt der Prachttomate e. V. in einer Pressemitteilung. „Und die Zeit drängt, da die Zwei-Monatsfrist zur bezirklichen Prüfung des Kaufvertrages bereits am 18.03.18 enden könnte.“

Am 10. März wird ab 13 Uhr im Gemeinschaftsgarten Prachttomate (Borns-dorfer Str. 9-11) zum Warm-up in den Gartenfrühling eingeladen.

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Eine Antwort

  1. Warum soll denn sozialer Wohnungsbau mehr wiegen als die Bebauung durch Menschen die sich ihr Geld hart erarbeitet haben?

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