Roter Teppich vor dem Neues Off-Kino

Mit „Berlinale Goes Kiez“ kam der Glamour des internationalen Filmfestivals am Donnerstagnachmitag auch nach Neukölln: Einen Tag nach seiner Weltpremiere im Friedrichstadtpalast wurde der schwedische Film „Unga Astrid“ am Donnerstagnachmittag im Kino Neues Off in der Hermannstraße gezeigt. Der Film, den die dänische Regiesseurin Pernille Fischer Christensen drehte, portraitiert die Kinderbuch-autorin Astrid Lindgren als junge Frau zwischen 16 und 20.

Lindgren, die 1907 geboren wurde, wächst mit ihren Geschwistern auf dem Pfarrbauernhof ihrer Eltern in Vimmerby auf. Strenge, religiöse Werte bestimmen den Tagesablauf in der südschwedischen Provinz. Die Mutter Hanna und der Vater Samuel ermöglichen ihrer Tochter aber dennoch den Besuch einer weiterführenden Schule, die eigentlich nur reichen Bürgerkindern vorbehalten ist. Astrid erhält als 18-Jährige eine Stelle als Voluntärin bei der Ortszeitung. Sie verliebt sich in den 30 Jahre älteren Eigentümer und Chefredakteur der Zeitung und bekommt ein Kind von ihm. Sie bringt das Kind anonym in Kopenhagen zur Welt und überlässt es für zweieinhalb Jahre einer dänischen Pflegemutter. Einen Heiratsantrag des Vaters lehnt Astrid ab und sorgt stattdessen selbst als alleinerziehende Mutter für ihren Sohn Lasse.

Im Anschluss an die Filmvorführung konnte das Publikum mit Pernille Fischer Christensen, die mit ihrem Debütfilm „A Soap“ 2006 einen Silbernen Bären gewann, ins Gespräch kommen und Fragen stellen.

=Christian Kölling=

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