Staatsanwalt für den Ort in ganz Berlin: Neuköllns Jugendstadtrat begrüßt Ausbau des Erfolgsmodells

Der rot-rot-grüne Senat hat auf seiner Klausurtagung am Dienstag ein neues Sicherheitskonzept für Berlin beraten. Es sieht unter anderem vor, das in Neukölln seit 2015 bestehende, erfolgreiche Modell „Staatsanwaltschaft für den Ort“ auf ganz Berlin auszuweiten. Durch die Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft für einen Bezirk sind bessere Absprachen mit der Polizei, eine stärkere Vernetzung und bessere Kenntnisse der Lage vor Ort möglich.

„Mit der Ausweitung des Erfolgsmodells geht der Senat einen richtigen Weg“, untermauert Jugendstadtrat Falko Liecke. „Es ist aber nur ein Baustein einer Strategie gegen Jugend-kriminalität. In Neukölln haben wir seit 2017 auch eine AG Kinder- und Jugendkriminalität im Jugendamt. Wenn sie sich bewährt, muss sie ebenfalls berlinweit übernommen werden.“

Das Neuköllner Handlungskonzept gegen Kinder- und Jugendkriminalität sieht vor, dass sich Vertreter von Jugendamt, Polizei, Staatsanwaltschaft, Gericht und Schule vor Ort abstimmen, um zu vermeiden, dass die einzelnen Institutionen gegeneinander ausgespielt werden. Die AG Kinder- und Jugendkriminalität besteht aus drei Sozialpädagogen, zwei von ihnen haben einen Migrationshintergrund. „Ihre Aufgabe ist es, die kleinen Brüder der Intensivtäter von heute davon abzubringen, ebenfalls zu Kriminellen zu werden“, erläutert Liecke.