Siedlungsmüll und Unrat im Rudower Fließ – Auf den Wegen sorgen Mitarbeiter eines MAE-Projektes für Sauberkeit

Fünf Stadtspaziergänge durch die grünen Ecken des Bezirkes können zwischen dem Hermannplatz im Norden und der Stadtgrenze im Süden auf den Routen des Gartenkulturpfads Neukölln unternommen werden. Der knapp 12 Kilometer lange Streifzug „Auf den Spuren der Eiszeit“ mit Start an der Neuköllner Straße am U-Bahnhof Rudow ist landschaftlich besonders reizvoll. Entlang des Rudower Fließes gibt es Trocken- und Feuchtbiotope. Die beiden Trümmerberge „Dörferblick“ und „Rudower Höhe“ lassen weit in die märkischen Landschaft blicken und die Rudower Pfuhle sind als Teil eines Landschaftsschutzgebietes sehenswert.

Siedlungsmüll, Unrat und Bündel alter Zeitungen, die immer wieder in das Rudower Fließ geworfen werden, veranlassten den Abgeordneten Dr. Hans-Christian Hausmann (CDU) nun allerdings zu einer parlamentarischen Anfrage („Das Rudower Fließ als Müllabladestelle?“: Schriftliche Anfrage Nr. 18 / 12789) .

„Es gibt keine ausgeprägten Auffälligkeiten von Verschmutzungen“, antwortete Staatssekretär Stefan Tidow kürzlich dem in Wahlkreis 7 direkt gewählten CDU-Politiker zur Situation am Rudower Fließ. Einschränkend ergänzte der Staatssekretär für Umwelt: „Die wöchentlichen Kontrollgänge zeigen jedoch , dass in den Bereichen von Schulwegen (Erlenbruchring bis Geflügelsteig) bzw. höher frequentierten Wegen (Bildhauerweg, Bäckerstraße, Neuköllner Straße) der Eintrag von Müll punktuell höher ist als in den anderen Fließabschnitten.“ Ein Mal wöchentlich werde am Rudower Fließ eine Gewässerreinigung durchgeführt. Treibgut, Siedlungsmüll und Unrat würden im Abschnitt ab der Brandenburger Landesgrenze bis zur Verrohrung in Höhe des Bildhauerweges aus dem Gewässer geholt und fachgerecht entsorgt.

Die Sauberhaltung der Spazierwege an beiden Seiten des Rudower Fließes liege in der Verantwortung des Bezirkes Neukölln, erklärte Tidow. Das Bezirksamt Neukölln teilte dem Senat mit: „Im Rahmen eines MAE-Projektes (MAE = Mehraufwandsentschädigung) werden sie derzeit mehrmals in der Woche von Mitarbeitern des MAE-Trägers begangen und eine Oberflächenreinigung durchgeführt.“

=Christian Kölling=

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