Kundgebung gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit zum Abschluss des Chanukka-Lichterfestes

Zu einer Aktion unter dem Motto „Mehr Licht! – Gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit“ lud gestern Abend die Initiative Salaam-Schalom auf den Platz vor dem Rathaus Neukölln ein. Juden, Muslime und ihre Freunde waren aufgerufen, Kerzen und Teeleuchter mitzubringen, um – auch in der Tradition des Chanukka-Festes und des Advents – für ein friedliches Miteinander in Berlin zu demonstrieren.

„In den letzten Tagen wurden auf mehreren pro-palästinensischen Demonstrationen antisemitische Parolen gerufen“, sagte Armin Langer von der Initiative Salaam-Schalom. „Diese Vorfälle werden wiederum von Rechtspopulisten missbraucht, um eine islamfeindliche Stimmung zu fördern“, fügte der angehende Rabbiner an, dessen Traum ein friedliches Zusammenleben von Juden und Arabern ist. Langers Appell am ersten Jahrestag des Terroranschlags auf dem Weihnachsmarkt am Breitscheidtplatz: „Wir dürfen unsere Gemeinschaften von den Hassern nicht spalten lassen.“

Chanukka ist ein acht Tage dauerndes, jährlich gefeiertes Lichterfest, das nach dem jüdischen Kalender am 25. Tag des Monats Kislew beginnt. Der Beginn des Monats Kislew schwankt im gregorianischen Kalender zwischen Mitte November und Mitte Dezember, weil der jüdische Kalender kein Solarkalender wie der gregorianische, sondern ein Lunisolarkalender ist. In diesem Jahr begann Chanukka am 12. Dezember. Gestern Abend wurde das letzte Licht für den heutigen Tag entzündet.

=Christian Kölling=

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