Weiterbetrieb der Brunnenanlage in Rudow vorerst gesichert

„Wer hier abschaltet, gefährdet Wohnraum!“, warnten im Mai 2017 viele Eigenheimbesitzer im Rudower Blumenviertel und mit ihnen die Neuköllner CDU-Politikerin Christina Schwarzer, die damals als Direktkandidatin um ihren Wiedereinzug in den Deutschen Bundestag kämpfte. Mit einer Unter-schriftenaktion gegen die geplante Abschaltung der Brunnenanlage im Glockenblumenweg sollten die Keller vor Überschwemmung gerettet und das Land Berlin dazu bewegt werden, weiterhin die Kosten für den Betrieb der Anlage – derzeit rund 251.000 Euro jährlich – zu tragen.

„Befristeter Weiterbetrieb der Brunnenanlage im Blumenviertel ist gesichert“, meldete gestern die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. Sie hatte im Oktober 2017 eine flächendeckende Umfrage im Rudower Blumenviertel durchgeführt, in der die Betroffenen gefragt wurden, ob sie bereit wären, einen privatrechtlichen Verein oder einen Verband zu gründen, um den Neubau und Betrieb einer Brunnenanlage zur Kellertrockenhaltung zu finanzieren. „Es haben sich inzwischen genügend Betroffene gefunden, die Interesse an einem dauerhaften Betrieb der Anlage zur Grundwasserabsenkung durch einen Verein oder Verband bekundet haben“, teilte die Pressestelle von Senatorin Regine Günther nun mit. „Der Weiterbetrieb der Brunnenanlage im Rudower Blumenviertel für das kommende Jahr 2018 ist somit gesichert.“ Gemeinsam mit den Anwohnern, die sich zu einer Vereins- oder Verbandsgründung bereit erklärt haben, will die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz jetzt weitere Schritte für eine langfristige und nachhaltige Lösung im Sinne der Betroffenen diskutieren.

=Christian Kölling=

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