Perspektiven für die Zukunft von Neuköllner Jugendlichen

Individuelle Unterstützung für junge Menschen mit schwierigen Ausgangsbedingun-gen am Übergang von der Schule zum Beruf verspricht das Programm Jugend stärken im Quartier (JUSTiQ), an dem das Jugendamt Neukölln beteiligt ist. Gefördert wird es vom Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), dem Bundesministe-rium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktor-sicherheit (BMUB) sowie dem Europäischen Sozialfonds. Am vergangenen Mittwoch eröffnete Jugendstadtrat Falko Liecke die Ausstellung gemeinsam mit einer Vertreterin des BMFSFJ. Kernstücke der Präsentation sind die Mikroprojekte der Jahre 2016 und 2017, in denen Jugendliche ihre eigenen Ideen umsetzen konnten.

Unter anderem ist ein elektromotorisiertes Cargo-Bike zu sehen, das von Jugendlichen unter professioneller Anleitung selbstständig gebaut wurde. Außerdem stellen das Mädchencafé Schilleria  sowie die Walter-Gropius-Gemeinschaftsschule ihr Projekt „Mädchen werden zu Politikexpertinnen“ zur U18-Wahl bzw. ein Videoprojekt einschließlich Kiezpodcast über die Gropiusstadt vor.

In Neukölln kommen die Angebote aus dem Programm insbesondere Jugendlichen ab dem letzten Schulbesuchsjahr bis zum 25. Lebensjahr zu Gute, denen eine Perspektive für die Zukunft fehlt und die durch andere Angebote besonders schwer zu erreichen sind. Ziel ist, die Teilnehmenden mit niedrigschwelligen Angeboten zu aktivieren und ihre Kompetenzen und Persönlichkeit zu stärken. Das Modellprogramm kombiniert verschiedene sozialpädagogische Angebote.

Der arabische Wohltätigkeitsverein Al-Huleh aus dem Schillerkiez war mit dem Mikroprojekt „Vielfalt durch Dabke-Tanz“ am JUSTiQ-Programm beteiligt. Beim Erlernen des orientalischen Folkloretanzes näherten sich die Jugendlichen mit Kurzvorträge, Übungen im kreativen Gestalten und Rollenspielen in Einzel- und Gruppenarbeit ihren eigenen Kompetenzen an. Zur Ausstellungseröffnung stellten die Jugendlichen ihr tänzerisches Können vor.

Die Ausstellung ist bis zum 14. Dezember im Foyer des BVV-Saals im 2. Obergeschoss des Neuköllner Rathauses geöffnet.

=Christian Kölling=