Musikbibliothek Neukölln schärft ihr Profil: Neuköllner Oper gibt Einblicke in ihre Arbeit

Von Bach bis Eminem, von Gregorianik bis Computermusik: Die Musikbücherei der Neuköllner Stadtbibliothek bietet mit einem Bestand von ca. 43.000 Medieneinheiten einen umfassenden Querschnitt der Musikge-schichte mit allen ihren Gattungen und Richtungen. Damit beherbergt die Neuköllner Stadtbibliothek – was viele immer noch nicht wissen – neben der Amerika Gedenkbibliothek am Halleschen Tor, der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek in Steglitz-Zehlendorf sowie der Mark-Twain-Bibliothek in Marzahn eine der großen öffentlichen Musikbibliotheken in Berlin.

Martha Ganter (r.) , die seit Herbst letzten Jahres die Musikbibliothek leitet, ist ihrem Ziel, das Profil der Einrichtung zu schärfen, seit ihrem ersten Gespräch mit dem FACETTEN-Magazin erheblich näher gekommen. Eine kleine Ausstellung Sinisa Wagners unter dem Titel „Oper in Berlin“ mit beeindruckenden Bühnenfotos, die u. a. auf den Titelseiten der Berliner Morgenpost veröffentlicht wurden, ist noch bis zum 30. Oktober in der Bibliothek in den Neukölln Arcaden zusehen. Die Ausstellung zeigt die Vielfalt der Berliner Opernlandschaft der Gegenwart. Neben „Tristan und Isolde“ von Richard Wagner in der Deutschen Oper Berlin, „Il Trovatore“ von Giuseppe Verdi in der Staatsoper im Schillertheater, „Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart in der Komischen Oper sowie den Singspielen und Musikstücken „Stella“ und „Fuck the Facts“ aus der Neuköllner Oper, können viele andere fantasievolle Bühnenbilder klassischer und moderner Opern-Inszenierungen auf den Fotoauf-nahmen bewundert werden.

Zusätzlich musizierten und lasen am vergangenen Donnerstag im Mehrzweck-raum der Bibliothek Schülerinnen und Schüler der studienvorbereitenden Abteilung der Musikschule Paul Hindemith bei einem literarisch-musikalischen Abend über das Leben der Komponistion Fanny Hensel (geborene Mendelssohn). Gelesen wurden Texte aus dem Buch „Liebste Fenchel“, zu denen u. a. Kompositionen von Fanny Hensel und ihres Bruders Felix Mendelssohn aufgeführt wurden.

Am 26. Oktober, dem kommenden Donnerstag, wird die Neuköllner Oper mit Ausschnitten aus der jüngsten Uraufführung „La BETTLEROPERa” ab 18 Uhr in der Musikbibliothek der Stadtbibliothek Neukölln Einblicke in ihre Arbeit geben. Die Veranstaltung „40 Jahre Oper nebenan, 40 Jahre Oper anders“ wird von Andreas Altenhof moderiert; Anmeldung bis zum 25. Oktober erbeten: musik[at]stadtbibliothek-neukoelln.de oder Tel. 030 – 90239 4343

=Christian Kölling=

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