Identifizierung potenzieller Milieuschutz-Gebiete südlich des S-Bahn-Rings gefordert

Die Gegenstimmen von CDU, AfD und FDP konnten es nicht verhindern: Die Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung beschloss vorgestern bei ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause, dass mit den Ge-bieten Silberstein-/Glasower Straße und Hertzberg-platz/Treptower Straße zwei weitere Kieze unter Milieuschutz gestellt werden. Somit gilt die Erhal-tungssatzung nicht nur fast im gesamten Norden des Bezirks, sondern auch für ein erstes Quartier südlich des S-Bahn-Rings.
Dabei soll es aber, geht es nach den Neuköllner Grünen, nicht bleiben. Der Hipster-Schutzwall funktioniere nicht mehr als natürliche Grenze gegen Luxussanierungen, Umwandlungen von Miet- in Eigentumswohnun-gen und Verdrängung, wie der neu beschlossene Milieuschutz-Kiez rund um den Neubritzer Kranoldplatz beweist. „Deswegen sollen weitere Gebiete im Bezirk identi-fiziert werden, in denen Milieuschutz-Untersuchungen aussichtsreich erscheinen“, formulieren sie in ihrem Antrag, der entsprechende Prüfungen in sogenannten Grobscreenings fordert.

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