Hilfe für die Schritte über Hemmschwellen und Brücken

Zu einem offenen Nachmittag mit vielen Informationsangeboten lud am vergangenen Mittwoch die Ambulante Suchthilfe der Vista gGmbH in ihre Beratungsstelle in der Lahnstraße 84 ein. Die Berliner Landesdrogen-beauftragte Christine Köhler-Azara (r.) sprach ein Grußwort. Für die Abteilung Gesundheit des Bezirksamt war Wolfgang Jas (l.) gekommen, der für die Suchthilfekoordination und Suchtprävention in Neukölln zuständig ist.

In den Räumen der drei Einrichtungen Confamilia, Subways und Wigwam konnten sich fachkundige Kooperationspartner ebenso wie Nachbarn aus dem Kiez rund um den Bahnhof Neukölln, wo öffentlicher Handel und Konsum illegaler Drogen immer wieder für Auseinandersetzungen sorgen, über die Arbeit der Ambulanten Suchthilfe infor-mieren. „Wir wollen die Hemmschwellen abbauen und die Menschen motivieren, uns und die konkreten Hilfsangebote näher kennen zu lernen“, sagte Elisabeth Joester, Leiterin von Confamila, deren Einrichtung seit 1984 in Neukölln tätig ist. „Wir wollen Brücken bauen zum Suchthilfesystem“, bestärkte die Landesdrogenbeauftragte Köhler-Azara die gemeinsame Zielrichtung der Arbeit.

Die Einrichtung Subways unterstützt Drogenabhängige in einer Substitutionsbehandlung nach § 53 SGB XII und hilft bei persönlichen wie auch sozialen Nöten. Mit vielfältigen Qualifizierungs- und Beschäftigungsangeboten werden die Klienten bei Bedarf zudem auf Ausbildung und Beruf vorbereitet. Wigwam, eine Beratung und Begleitung für Familien mit Suchtproblemen aller Art bietet dagegen auf Grundlage des Kinder- und Jugendhilfegesetzes eine langfristige sozialpädagogische Beratung und Begleitung in Kooperation mit dem Jugendamt.

Die Kontaktstelle Confamilia für alkohol- und medikamentenabhängige Menschen in Neukölln berät Angehörige oder Betroffene. In der Kontaktstelle, die auch eine Zweigstelle in der Gropiusstadt hat, gibt es angeleitete Selbsthilfegruppen und zahlreiche Freizeitangebote, darunter Yoga- und Malgruppen, ein wöchentliches Koch- und Brunchangebot sowie organisierte Ausflüge. Confamilia will damit eine suchtmittelfreie Kultur unterstützen und fördern.

Abgerundet wurde der offene Nachmittag mit verschiedenen Workshops u. a. zu den Themen Sucht und Abhängigkeit, Canabis, Coaching für Angehörige und Konsumkompetenz.

Angebote zur beruflichen Beratung und Qualifi-zierung: Seit 20 Jahren unterstützt ABO-Neukölln (Donaustraße 83, Tel. 030 – 400 370 200) Menschen mit Suchtproblemen und anderen gesundheitlichen Beeinträchtigungen in den Bereichen Arbeit, Bildung und Orientierung.

=Christian Kölling=

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