Für Neukölln nach Weißensee

Als der Regisseur Bernhard Sallmann im Mai 2001 seinen Dokumentarfilm „Berlin-Neukölln“ drehte, war die Alte Post an der Karl-Marx-Straße zwar auch schon alt, aber sie wurde noch als Postamt genutzt. Im Gebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite war noch eine C & A-Filiale, vis-à-vis ein Hertie-Kauf-haus, Bodo Manegold noch Bezirksbürgermeister, der Wohnungsmarkt entspannt, und über Neukölln dröhnten die in Tempelhof startenden und landen-den Flugzeuge.

Im Mai 2002 wurde die von Hanfgarn & Ufer produ-zierte Dokumentation im Neues Off uraufgeführt, kurz danach lief sie einmal im ZDF-Nachtprogramm. „Seit gut einem Jahrzehnt war sie kaum mehr zu sehen, was um so bedauerlicher ist, als sie ein Neukölln zeigt, das mittlerweile verschwunden oder im Verschwinden begriffen ist“, sagt Jan Gympel, Initiator des Archivs Berlin-Film-Katalog, der „Berlin-Neukölln“ nun als Rarität des Monats aus dem Dornröschen-schlaf weckt. Der ohne Kommentierung auskommende Film von Sallmann, der nach wie vor im Bezirk lebt, zeichne ein sei „ein liebe- und vor allem respektvolles Bild Neuköllns und der Neuköllner, ohne in Postkartenbilder abzugleiten und ohne Probleme auszublenden“.

Vom 12. bis 14. Juni wird „Berlin-Neukölln“ um 18 Uhr in der Brotfabrik Weißensee (Caligariplatz 1) gezeigt. Am 12. Juni führt Jan Gympel in Anwesenheit von Bernhard Sallmann und der Autorin Kathrin Röggla in den Film ein. Eintritt: 7,50 Euro / ermäßigt 6 Euro.

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