PRiiL beweist, dass nicht nur Singen Spaß macht

Auf sein 10-jähriges Bestehen kann das Projekt Regenbogenschule interkulturelles interreligiöses Lernen (PRiiL) zurückblicken. Montag-mittag begrüßte Schulleiterin Dr. Angela Kuttner in der Neuköllner Regenbogen-Schule zahlreiche Gäste, um gemeinsam mit Schulstadtrat Jan-Christopher Rämer dieses bedeutende Jubiläum zu feiern, denn die Koexistenz zwischen den drei monotheistischen Weltreli-gionen Christentum, Judentum, Islam sowie der humanistischen Weltanschauung ist keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis aktiver Verständigung und Erziehungsarbeit.

In der Regenbogen-Schule lernen bereits Kinder der 4. Klassen mit PRiiL ein Jahr lang verschiedene Weltreligionen und -anschauungen kennen. Sie besuchen Kirchen, Moscheen sowie Synagogen und feiern zusammen religiöse Feste wie zum Beispiel das muslimische Zuckerfest, das jüdische Chanukka oder das christliche Osterfest. Das Projekt, das religionskundliches Wissen vermittelt, aber keinen Religionsunterricht ersetzt, organisieren und gestalten authentische Religions- und Weltanschauungslehrern, die bei ihrer Arbeit von Künstlerinnen und Künstlern unterstützt werden.

Bezirksstadtrat Rämer lobte in seinem Grußwort: „PRiiL bietet den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, Genaueres über den religiösen oder kulturellen Hintergrund ihrer Klassenkameraden herauszufinden. Dadurch bauen die Kinder nicht nur Vorurteile ab, sondern lernen vielmehr, religiöse sowie kulturelle Unterschiede als Bereicherung wahrzunehmen.“

Dass bei allem der Spaß nicht zu kurz kommt, bewiesen die Kinder in einer halbstündigen Aufführung mit kurzen Theater- und Musikeinlagen. Neben dem Regenbogenlied wurden u. a. ein Kinderrechte-Rap, ein Flashmob und ein Derwisch-Tanz aufgeführt. Sogar ein Youtube-Film entstand während des Projektes. Der Maler, Musiker und Cartoonist Bernard Mayo ließ die Kinder nach eigenen Vorstellungen Co-

micfiguren wie Bilal, Gaspar oder Oscar zeichnen und half später bei der Animation für das Video „Singen macht Spaß“.

=Christian Kölling=

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