Trockenen Kellern zuliebe: Protest im Blumenviertel

Dass der Meeresspiegel infolge des Klimawandels stärker und schneller als bisher angenommen steigt, könne nicht ausgeschlossen werden, warnte kürzlich das Bundesamt für Seeschiff-fahrt und Hydrographie. Doch Wasser kann nicht nur Menschen in Küstenregionen bedrohen.
„Wer hier abschaltet, gefährdet Wohnraum!“, warnt die CDU-Bundestagsabgeordnete Christina Schwarzer vor Überflutungen im Blumenviertel in Rudow und unter-stützt so eine entsprechende, bis Ende Juni dauernde Unterschriftenaktion gegen die geplante Abschaltung der Brunnenanlage im Glockenblumenweg. Die Kosten für den Betrieb der Anlage, die Anwohner vor Keller-überschwemmungen ob des stetig steigenden Grund-wassers schützt, werden derzeit vom Land Berlin getragen. Nun stehen die jährlich rund 251.000 Euro jedoch auf der Streichliste des Senats. Er riskiere damit bewusst, dass „ein ganzes Wohnviertel absäuft“, mahnt Christina Schwarzer: So könne man in einer zivilisierten deutschen Großstadt nicht mit hart arbeitenden Menschen und ihrem Hab und Gut umgehen.
Die gesammelten Unterschriften gegen die Abschaffung der Grundwassersteuerung im Neuköllner Blumenviertel sollen nach dem Ende der Aktion Berlins Regierendem Bürgermeister als Zeichen des Protests überreicht werden.

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Eine Antwort

  1. Ich finde es richtig und wichtig, dass die Bezirksbürgermeisterin Giffey (SPD) angekündigt hat sich, für den Weiterbetrieb einzusetzen, obwohl die Brunnenanlage eigentlich nicht mehr gebraucht wird. Schliesslich möchte niemand mit einem nassen Keller leben. Ebenso richtig finde ich den Vorschlag, dass die Betroffenen sich an den dadurch verursachten Kosten beteiligen.
    Man sollte vielleicht dazu sagen, dass der Wasserpegel dort IMMER recht hoch war (Also nix wegen Klimawandel oder so), und durch die Brunnenanlage künstlich niedrig gehalten wurde, deren Betrieb nicht bis in alle Ewigkeit garantiert werden konnte. Das war auch bei Bau der Häuser dort bekannt, weshalb verantwortungsbewusste Bauherrn dort auch vorsorglich die Häuser bereits beim Bau gegen Wasser geschützt haben. Jetzt im nachhinein ist ein Schutz deutlich teurer und aufwändiger.

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