Facelifting am Ankerpunkt von Neuköllns Bildungslandschaft

Das Haus der Bildung in der Boddinstraße wirkte bisher wenig einladend. Geschuldet war das der Tatsache, dass hier – wo außer dem Dienstsitz von Jan-Christopher Rämer die Volkshochschule und die Paul-Hindemith-Musikschule, die Regionale Schulaufsicht Neukölln sowie das Schul- und Sportamt untergebracht sind – in den 1980er Jahren ein ehemaliges Schulgebäude für Verwaltungs-zwecke umgebaut wurde.

Vergangenen Freitag wurde nun der sanierte Eingangsbereich des Hauses eröffnet: „Endlich haben wir ihn so umgestalten können, dass sich für die vielen Besucher des Hauses die Aufenthaltsqualität deutlich erhöht“, erklärte Rämer, der als Bezirks-stadtrat für Bildung, Schule, Kultur und Sport der Hausherr des Gebäudes ist, bei der Feierstunde. Auch Katrin Lompscher (2. v. r.), Berlins Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey (2. v. l., neben VHS-Leiter Bernd Müller)  sowie der für Neuköllns Stadtentwicklung zuständige Stadtrat Jochen Biedermann (r.) waren zu der Feierlichkeit gekommen.

Innerhalb des Gebäudes wurden im Erdgeschoss ein moderner, abgetrennter Aufenthaltsbereich sowie ein behindertengerechter Sanitärbereich und ein Wickelraum geschaffen. Vor dem Haus der Bildung wurden die Aufenthaltsqualität und Verkehrssicherheit verbessert, indem ein Vorplatz mit Bänken angelegt wurde. „Mit der Schaffung des Platzes vor dem Eingang des Gebäudes ist eine alte Idee von Reinhold Kiehl verwirklicht worden“, sagte Rämer zufrieden und fügte hinzu: „Die Eingangshalle ist die Visitenkarte des Hauses. Unsere Besucherinnen und Besucher sollen bei uns nicht nur gute Bildungs- und Beratungsangebote erhalten, sondern sich auch wohlfühlen.“

Bezirksbürgermeisterin Giffey wies daraufhin, dass statistisch rund 350.000 Besucher im Haus in der Boddinstraße gezählt würden. Die Volkshochschule Neukölln biete mit ihren Kursen Deutschland weit meisten Unterrichtssstunden für Deutsch an und mache darüber hinaus viele lohnende Angebote. Senatorin Katrin Lompscher erinnerte daran, dass die Vorschläge, auf welche Weise der Eingangsbereich des Hauses für Nachbarschaft und Besucher ein-ladender gestaltet werden könnte, mit Unterstützung des Quartiersmanagements und des Quartiersrates Flug-hafenstraße gesammelt wurden: „Von Beginn an waren in das Projekt nicht nur Senat und Bezirk, sondern auch die Bürgerschaft Neuköllns aktiv einbezogen.“ Das Haus sei ein zentraler Ankerpunkt der Bildungslandschaft im Quartier Flughafenstraße und strahle in den ganzen Norden Neuköllns aus. „Ein guter Grund, den Umbau durch das Programm Soziale Stadt, das Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen in Quartieren fördert, mit rund 300.000 Euro zu unterstützen.“

Die Einrichtungen des Hauses der Bildung, das Quar-tiersmanagement Flughafenstraße, das Neukölln Info-Center sowie die Bezirkskampagne Schön wie wir stellten sich an Infoständen während der Eröffnungs-feier vor. Musikalisch begleitete die Neuköllner Musik-schule den Empfang, und das Startup-Unternehmen REFUEAT versorgte die Gäste mit frischem Streetfood. Mit einem Fototermin auf dem Turm des Hauses, der seinerzeit auch eine Station der FACETTEN-Serie „Neuköllner Absichten“ war, endete das Programm.

=Christian Kölling=

Advertisements