Gute Perspektive statt ungewisser Zukunft

Es hätte nicht viel gefehlt und rund 170 Menschen aus einem Neuköllner Obdachlosenwohnheim wären wieder auf der Straße gelandet: Am 21. April erhielten sie vom Betreiber der Unterkunft die Mitteilung, dass sie wegen der Kündigung des Gebäudemiet-verhältnisses zum Ende des laufenden Monats spätestens bis zum 26. April ausziehen müssen. Zeitgleich wurde das Bezirksamt darüber informiert und erfuhr so, dass es auch mit der Berlin Castle-Betreuung und Begleitung-GmbH – wie das im Zusammenhang mit Flüchtlingsunterkünften in die Kritik geratene Unternehmen PeWoBe seit seiner Umbenennung heißt – Probleme gibt.

Der Bezirk habe zur Betreuung der verunsicherten Bewohner umgehend Sozial-arbeiter in der Lahnstraße 56 eingesetzt. Parallel wurden, wie Sozialstadtrat Jochen Biedermann gestern mitteilte, „intensive und lösungsorientierte Verhandlungen mit dem Eigentümer des Gebäudes geführt“. An deren Ende habe schließlich eine Einigung für den nahtlosen Weiterbetrieb durch die IB Berlin-Brandenburg gGmbH erzielt werden können. „Ich bin sehr erleichtet, dass es in der Kürze der Zeit möglich war, für die betroffenen Menschen vor Ort eine gute Lösung zu finden“, so Biedermann. „Mit dem neuen Betreiber gibt es zudem eine gute Perspektive für die Unterkunft.“

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