Früchte der Leseförderung in Grundschulen

Seit 1998 tragen die Staatlichen Europaschulen Berlins einmal im Jahr einen Vor-lesewettbewerb in Deutsch als Partnersprache für 6. Klassen aus. Nach Vorausscheidungen Ende Februar und Anfang März in der Charles-Dickens- und der Athene-Grundschule, fand der Endausscheid am vergangenen Montag in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin in der Breite Straße in Mitte statt.

Aus Neukölln konnte sich für das Finale der sechs Besten die Hermann-Nohl-Schule mit einer 6. Klasse von Deutschlehrerin Maike zur Horst qualifizieren. „Meine Cousine hat mir das Buch empfohlen“, begründete Elsa Eleuteri (l.), warum sie „Die Känguru-Chroniken“ von Marc-Uwe Kling als Wahltext für den Wettbewerb ausgesucht hatte. Alle wichtigen Informationen über den Autor und sein Buch hatte die in Rom geborene Schülerin rasch im Internet gefunden. Am Buch gefiel ihr besonders, dass die Geschichten so ungewöhnlich und absurd sind.

Bald wird der nächste Lesewettbewerb in der Berliner Stadtbibliothek stattfinden: „Am 17. Mai ist der Berliner Regionalentscheid für den Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels“, sagte Organisatorin Maria Vassilopoulou-Mosler. Für diesen Lesewettbewerb, der seit 1959 vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Zusammenarbeit mit Buch-handlungen, Bibliotheken, Schulen und kulturellen Einrichtungen veranstaltet wird, finden jährlich Vorausscheidungen in den Bezirken statt. In diesem Jahr tritt für Neukölln Cincia Neumann aus der Bruno-Taut-Grundschule an, die am 29. März die bezirkliche Vorausscheidung in der Helene-Nathan-Bibliothek gewann.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels möchte mit seiner traditionsreichen Leseförderungs-aktion Kinder ermuntern, sich mit erzählender Literatur zu beschäftigen und aus ihren Lieblingsbüchern vorzulesen; im vergangenen Schuljahr beteiligten sich rund 600.000 an dem Vorlesewettbewerb.

=Christian Kölling=

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