Das Jubiläumsjahr des Nachbi Neukölln ist eröffnet

Mit einem beeindruckenden Osterfeuer startete das Nachbarschaftsheim Neukölln gestern Nachmittag sein Jubiläumsjahr. Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 70-jährigen Bestehen wird am 16. September die große Geburtstagsparty der 1947 mit Unterstützung der Amerikaner gegrün-deten Einrichtung sein.

Zu den Gästen des traditionellen Osterfeuers gehörten – neben einem Löschtrupp der Frei-willigen Feuerwehr aus der benachbarten Wache in der Kirchhofstraße – Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey und Bezirksstadtrat Jochen Biedermann, der Bundestagsabgeordnete Dr. Fritz Felgentreu sowie zahl-reiche Bezirksverordnete.

Auch vier Besucher, die das Nachbarschaftsheim Neukölln seit seiner ersten Stunde kennen, waren gekommen. Bezirksbürgermeisterin Giffey befragte Dieter Schulze, wie er die Anfangsjahre der Einrichtung erlebte, die heute informell und liebevoll als „Nachbi“ abgekürzt wird. Schulze, seine Frau Marianne sowie Heide und Manfred Brückmann lernten sich einst in der Freizeiteinrichtung kennen und waren regelmäßige Besucher. In den kargen Nachkriegsjahren linderten eine Nähstube, eine Tischlerei und ein Kleiderkammer die Not der Menschen. Bereits damals sollte das Nachbarschaftsheim über die praktische soziale Fürsorge hinaus ein geistiges Zentrum für die Entwicklung eines demokratischen Miteinanders sein. Zum reichhaltigen Programmangebot des Nachbarschaftsheimes, das gegenwärtig von der Allein-erziehenden-Gruppe bis zur Zeugnisbesprechung reicht, gehört auch eine Trommelgruppe, die den Programmnachmittag eröffnete. Zwischendurch konnten die Gäste sich an einem reichhaltigen Buffet mit herzhaften Speisen sowie Kaffee, Tee und Kuchen versorgen. Für Kinder und Jugendliche gab es einen Fahrrad- und Rollerparcours, Sackhüpfen, Eierlaufen und Jonglage.

Im Jubiläumsjahr hat sich das Nachbarschaftsheim Einiges vorgenommen. Erstmals soll ein Nachbar-schaftscafé als zentraler Treffpunkt eingerichtet, das Familienbildungszentrum direkt räumlich in das Nachbarschaftsheim integriert und die Kita von 20 auf 80 Plätze aufgestockt werden, wie der SPD-Abgeordnete Joschka Langenbrinck kürzlich in der Antwort auf seine Schriftliche Anfrage (Drucksache 18/10625) erfuhr.

=Christian Kölling=

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