Gemeinsam für ein friedliches, pluralistisches und demokratisches Miteinander

„Seit 20 Jahren arbeiten Sie für ein gutes Miteinander in der Nachbarschaft: Mein ganz großes Danke dafür!“, mit diesen Worten hob am vergangenen Freitagabend der pankratyeva_korte_atashgahi_begegnung-der-kulturen_neukoellnBundestagsabgeordnete Dr. Fritz Felgentreu (SPD) im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt das Engage-ment von Yuliya Pankratyeva (l.) hervor. Die gelernte Diplom-Ingenieurin und Reiseführerin gründete 2005 den Integrationsverein ImPULS und ist für dessen Projektleitung und Geschäftsführung verantwortlich. Interkulturelle Integrations- und Kulturprojekte organisiert Pankratyeva seit 1999. Mit der 2008 initiierten Veranstaltungsreihe „Begegnung der Kulturen“ hat der Treffpunkt ImPULS e. V. eine Marke in der Gropiusstadt etabliert. Bei der 24. Begegnung der Kulturen stand Roma-Musik aus verschiedenen europäischen Ländern auf dem Programm.

„Der Glaube und die Demokratie stehen nicht im Pass geschrieben“, sagte Yuliya Pankratyeva. Hinsehen, Zuhören und einander Verstehen, seien Grundtugenden für das Gelingen der Demokratie: „Wir müssen uns immer wieder gemeinsam für ein friedliches, pluralistisches und demokratisches Miteinander einsetzen.“ Viel Unterstützung findet Pankratyeva bei der AG Migration der Neuköllner SPD sowie beim Integrations-Ausschuss der BVV Neukölln. Die SPD-Abgeordnete Karin Korte, die 2016 im Wahlkreis Gropiusstadt direkt in das Landesparlament gewählt wurde, oeverdieck_raemer_begegnung-der-kulturen_neukoellnund der Bezirksverordnete Bijan Atashgahi (SPD) dankten Pankratyeva deshalb ebenso wie Felgentreu. Auch Bezirksverordnetenvorsteher Lars Oeverdieck drückte seine Anerkenung aus. Für das Bezirksamt impuls-chor_begegnung-der-kulturen_neukoellnwar Stadtrat Jan-Christopher Rämer erschienen.

Die Singgruppe des ImPuls e.V. und der Sänger Maciej Lodyga hatten ihr Programm am Thema des Abends ausgerichtet. Als Lodyga das in Polen lodyga_begegnung-der-kulturen_neukoellnbekannte Lied „My Zigany“ anstimmte, sangen einige Veranstaltungsbesucher spontan mit. Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Berliner Sängerin, Schauspielerin und Tänzerin Katjusha Kozubek, die seit kozubek_begegnung-der-kulturen_neukoelln2006 das Romany Dance School Projekt leitet.

Neben Unterhaltung gab es aber auch aktuelle Informationen über die in vielen Ländern prekäre Lage der Roma in Europa, die besonders in Südosteuropa häufig am Rand der Gesellschaft leben, aber auch in anderen Länder diskriminiert werden. Auschnitte einer Spiegel TV-Dokumentation wurden im kleinen Saal des Gemeinschaftshauses gezeigt. Yuliya Pankratyeva interviewte zudem Florica Nitu, die seit Mitte 2016 als Beraterin für Romni im Gemeinschaftshaus arbeitet und in der Gropiusstadt neue Nachbarn im Integrationsprozess begleitet.

„Ich möchte Sie jetzt schon auf das Herdelezi – Roma Kulturfestival am 6. Mai in der Boddinstraße aufmerksam machen“, meldete sich der Grünen-Bezirksverordnete Dr. Christian Hoffmann schließlich am Ende des Abends. Herdelezi, der St. Georgs-Tag, ist einer der wichtigsten Feiertage, der von muslimischen und christlich-orthodoxen Roma vor allen in Südosteuropa gefeiert wird. Im vergangenen Jahr hatte Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey das Grußwort zur Eröffnung gesprochen.

=Christian Kölling=

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