Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Die Erfahrung, dass eine kleine Investition das Portemonnaie manchmal längerfristig schonen kann, machten gestern Vormittag Caroline und Flo. Statt auf die kostenlose vogel_carolin_flo_raemer_eisstadion-neukoellnNervenkitzel-Variante des Schlittschuhlaufens auf öffentlichen Gewässern zu setzen, waren die Teenager aus Hoppegarten ins Eisstadion Neukölln gekommen. Und sie lösten ihre Tickets zum Schülertarif just in dem Moment, als Eis-stadion-Chef Siegfried Vogel (l.) und Sportstadtrat Jan-Christopher Rämer (r.) den 85.000 Besucher der aktuellen Saison erwarteten.

Seitdem sind die beiden nicht nur Besitzer von schwarzen Polohemden mit einem Neukölln-Schriftzug und dem Bezirkswappen. Sondern sie erhielten auch Freikarten, die bis zum Saisonende am 12. März gelten, sparten die Leihgebühr für Schlittschuhe flo_caroline_raemer_eisstadion-neukoellnund konnten an der Seite des Stadtrats einige Runden auf dem Eis drehen. „Hier im Eisstadion Neukölln hab ich mich an der Bande entlang gehangelt und meine ersten Schritte auf Kufen gemacht“, erinnert sich Jan-Christopher Rämer. Seitdem ist er Mitglied des schlittschuh-verleih_eisstadion-neukoellnOSC Berlin und für den nach wie vor als Eishockeyspieler aktiv. „Meine Schlittschuhe sind noch gar nicht richtig trocken, weil wir gestern gegen Betriebssportmannschaften gespielt haben“, erzählt er.

Die Nutzung durch Eiskunstläufer und Eishockeyteams von Vereinen ist nur ein Standbein des Neuköllner Eisstadions. publikumsbahn_eisstadion-neukoellnVormittags werde es häufig von Kita-Gruppen oder Schul-klassen besucht, sagt Siegfried Vogel, der die tägliche Nutzerzahl mit 400 bis 1.200 beziffert: „Wenn es richtig voll ist, auf der Publikumsfläche zu eng und auf der Kampfbahn nicht trainiert wird, öffnen wir auch die für den öffentlichen Eislaufbetrieb.“ Bisher sei die Saison für das Eisstadion Neukölln jedenfalls außerordentlich gut verlaufen. Ein Besucherplus von 4.000 ist zu verzeichnen. Dafür, dass die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben keinen exorbitanten Spagat macht, trug außerdem der Berliner Winter bei: Viel Kälte und wenig Schnee bedeuten, dass die Kühlung moderat eingesetzt werden konnte und die Eishobel keine Sonderfahrten im 1956 eingeweihten Eisstadion im Werner-Seelenbinder-Sportpark an der Oderstraße absolvieren mussten.

=ensa=

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