Neukölln zeigt Flagge für das selbstbestimmte Leben von Frauen

fahnenhissung_hatun-sueruecue-gedenken_rathaus-neukoellnVor zwölf Jahren am 7. Februar wurde die Deutsch-Türkin Hatun Sürücü von ihrem jüngeren Bruder in der Tempelhofer Oberlandstraße an einer Bushaltestelle terre-des-femmes_hatun-sueruecue-gedenken_rathaus-neukoellnerschossen. Bezirksbürgermeiste-rin Dr. Franziska Giffey, die Gleich-stellungsbeauftragte Sylvia Edler sowie der Arbeitskreis Mädchen-arbeit in Neukölln erinnerten gestern an die schreckliche Tat: Sie hissten vor dem Rathaus Neukölln eine Fahne, um ein Zeichen für das selbstbestimmte Leben von Frauen zu setzen und der ermordeten Hatun Sürücü mit einer Schweigeminute zu gedenken. Rund 80 Personen, darunter viele Kommunal- und Landespolitiker, waren auf den Rathausvorplatz gekommen.

infotisch_hatun-sueruecue-gedenken_rathaus-neukoellnDie Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes informierte über ihre Arbeit und Beratungsangebote, derweil rief Sylvia Edler zum Besuch der 1 Billion Dance Party am 14. Februar vor dem Brandenburger Tor auf, um der Gewalt gegen Frauen eine deutliche Absage zu erteilen. Bezirksbürgermeisterin Giffey erinnerte daran, dass jede Frau unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft oder religiösen Überzeugung das Recht habe, ihr Leben nach ihren Vorstellungen zu gestalten: „Es ist nicht hinzunehmen, dass es immer noch buddybaer_rathaus-neukoellnMädchen und Frauen gibt, die gewaltsam daran gehindert werden.“

Aus dem Bundestag war der Neuköllner SPD-Abgeordnete Dr. Fritz Felgentreu gekommen, aus dem Berliner Landesparlament waren die Abgeordneten Derya Caglar (SPD), Anja Kofbinger (Grüne), sowie Andreas Wild (AfD) erschienen. Auch der neugewählte Bezirksstadtrat für Umwelt und Naturschutz, Bernward Eberenz, gehörte – wie fast die gesamte BVV-Fraktion der AfD – zu den Kundgebungsteilnehmern.

=Christian Kölling=

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