Wenn sich eine weiße Decke auf die Hauptstadt legt …

Mit einem Bußgeld von bis zu 10.000 Euro kann belangt werden, wer in Berlin schnee-hasenheide-neukoellnStreusalz einsetzt, ohne dafür eine Sondergeneh-migung zu haben. Soweit die Theorie, nur: In der Praxis erweist sich die Vorschrift als Papiertiger, weil sie nicht durchgesetzt wird, wie der BUND Berlin kritisiert. Zudem vertreibe der Handel wei-terhin „scharfe“ Taumittel, die zwar die Rutsch-gefahr auf Gehwegen minimieren, aber auch Tierpfoten und Pflanzen schädigen. „In den letzten Jahren zeigen sich wieder vermehrt Salzschäden an Berlins Straßenbäumen. Gerade unsere häufigsten Arten wie Ahorn, Linde und Rosskastanie“, so die Natur- und Umweltschutz-Organisation, „reagieren sehr empfindlich auf Tausalze.“ Deren Verwendung sei jedoch völlig überflüssig, weil als Schlitter-Prophylaxe längst umweltfreundlichere Alternativen erhältlich seien.

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