Zwei dabei: Neuköllner Messstationen mit Spitzenwerten im Berlin-Ranking

Die dicke Luft in Neukölln ist leider schon öfter ein Thema im FACETTEN-Magazin gewesen. Grundlegend geändert hat sich an den hohen Emissionswerten aber nichts, blume-messstation-karl-marx-strasse-neukoellndie in den Häuschen des BLUME-Messnetzes ermittelt werden. Unter der Überschrift „Umwelt-zone reicht bei Stickstoffdioxid-Belastung nicht aus“ veröffentlichte gestern der BUND Berlin eine Jahresbilanz zur Luftgüte in der Stadt. Zur Situation in der Neuköllner Silbersteinstraße konnte der Umweltschutzverband zwar auf das bereits bestehende Durchfahrverbot für LKW und Tempo 30 hinweisen, doch die Grenzwerte würden trotzdem überschritten, weil die Berliner Polizei offensichtlich nicht gründlich kontrolliert. Die Stickstoffdioxid-Belastungen in der Silbersteinstraße mit 51,9 µg/m3 und in der Karl-Marx-Straße mit 50,8 µg/m3 sind fast ebenso hoch wie auf dem Hardenbergplatz am vielbefahrenen Bahnhof Zoo.

„Der BUND fordert, auf allen Hauptverkehrsstraßen Tempo 30 einzuführen, an denen 2015 die Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO2)) überschritten wurden. So wie es im Berliner Luftreinhalteplan von 2013 auch vorgesehen ist“, erinnert Martin Schlegel, BUND-Referent für Verkehrspolitik. Neue Busse bei der BVG, die die EURO 6-Norm tatsächlich einhalten, sowie ein Ausbau der Straßenbahn würden weiterhin für bessere Luft in der Hauptstadt sorgen.

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