Internationales Gedenken für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft

kraenze_agh-deutsche_kriegsgraeberfuersorge-lilienthalfriedhof-neukoellnAuf dem ehemaligen Standortfriedhof in Neukölln an der Lilienthalstraße fand vergangenen Sonnabend, am Vortag des Volkstrauertages, wie in jedem Jahr die Internationale Gedenkveranstaltung des Volksbundes petersen-deutsche_kriegsgraeberfuersorge-lilienthalfriedhof-neukoellnDeutsche Kriegsgräber-fürsorge statt. Bei einbrechender Dunkelheit gedachten Vertreter von mehr als 30 Botschaften gemeinsam mit den Repräsentanten zahl-reicher Verbände und staatlicher Institutionen der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Das Grußwort sprach Wolfgang Schneiderhan, Präsident des Volkbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Die Gedenkansprache hielt in diesem Jahr Friis Arne Petersen (l.), Botschafter des Königreichs Dänemark. Anschließend legten Vertreter der Delegationen – unter ihnen auch der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses Ralf Wieland – ihre kraenze-deutsche_kriegsgraeberfuersorge-lilienthalfriedhof-neukoellnKränze  an der Krypta nieder.

Auf dem ehemaligen Standortfriedhof in Neukölln, der 1938 ursprünglich für gefallene Soldaten der Wehrmacht errichtet wurde,  ruhen 4935 Opfer des musikkorps-deutsche_kriegsgraeberfuersorge-lilienthalfriedhof-neukoellnZweiten Weltkrieges sowie ungezählte Kriegstote in Sammelgräbern auf einer Fläche von 1432 Quadratmetern. Mit Fortschreiten des Zweiten Weltkrieges wurden ab April 1941 immer mehr Zivilisten und Bombenopfer, die in Berlin starben, auf dem Friedhof beigesetzt. Seit Mitte der 1990er Jahre wird die vom Volksbund ausgerichtete Internationale Gedenkfeier von der Bundeswehr protokollarisch umrahmt.

=Christian Kölling=