Gegenstände, die über Fluchtgeschichten reflektieren lassen

Seit seiner Eröffnung vor fast drei Jahren hat sich der Nachbarschaftstreff im Schillerkiez als offener Ort für gelebte Demokratie etabliert. Unabhängig von Alter, nachbarschaftstreff im schillerkiezGeschlecht, Herkunft, Religion oder Weltanschau-ung können Nachbarn, Vereine, Initiativen und Projekte hier zusammen kommen, um die Begegnungsstätte für Austausch und Diskussion zu nutzen.

Seit dem ersten Oktober-Freitag ist in den Räumen des Nachbarschaftstreffs in der Mahlo-wer Straße die Fotoausstellung „Was bleibt!“ mit Arbeiten von Dagmar Gester zu sehen, die im Rahmen des European Month of Photography eröffnet und nun um gut drei Wochen verlängert wurde. Gester, die als Fotografin und Journalistin in Berlin und Sofia lebt und arbeitet, hat dafür Gegenstände fotografiert, die Menschen auf yesilgoez_nachbarschaftstreff-schillerkiez_neukoellnihrer Flucht mitgenommen haben.

„In Berlin haben viele Menschen eine Fluchtgeschichte in der eigenen Familie erlebt“, erklärte Elif Yesilgöz (l.) vom Nachbarschaftstreff im Schillerkiez zum Hintergrund der Ausstellung: „Die fotografischen Stillleben regen dazu an, diese Fluchtgeschichten zu reflektieren.“ Dagmar Gesters Interesse für Menschen, die einen Heimatverlust erleiden, begann, als sie im ehemaligen Jugoslawien für eine Hilfsorgansiation tätig war.

Am 16. November gibt es ab 17 Uhr im Nachbarschaftstreff im Schillerkiez (Mahlower Str. 27) ein Künstlerinnengespräch mit Dagmar Gester, mit dem der künstlerische Ansatz und die Intentionen der Künstlerin dem Publikum näher gebracht werden und Raum für einen anregenden Austausch gegeben wird. Am 24. November endet die Ausstellung gegen 18 Uhr bei einer Finissage mit kleinem Buffet und Live-Musik.

=Christian Kölling=