Hans-Frankenthal-Preis an die Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektas verliehen

Die im Oktober 2012 gegründete Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektas will einen „sichtbaren und lebendigen Gedenkort“ schaffen, um die Erinne-rung moewenweg_neukoellnan den jungen Mann wachzuhalten, der am 5. April 2012 von einem bis heute unbekannten Täter in der Rudower Straße schräg gegenüber vom Krankenhaus Neukölln erschossen wurde.

Am Donnerstag wurde die Initiative in Hamburg für ihr Engagement geehrt: Die Stiftung Auschwitz-Komitee zeichnete – neben der Hamburger Initia-tive Gedenken in Harburg – auch die Neuköllner Gruppe mit ihrem jährlich verliehenen Hans-Frankenthal-Preis aus. Die Auszeichnung der Stiftung Auschwitz-Komitee würdigt, dass sich die Initiative in Kooperation mit den Angehörigen von Burak Bektas seit Jahren für die Aufklärung des Mordes einsetzt und zudem aktiv für die hans-frankenthal-preis_initiative-fuer-die-aufklaerung-des-mordes-an-burakSchaffung eines Gedenkortes eintritt, um ein lebendiges Erinnern an den Ermordeten in unmittelbarer Nähe zum Tatort möglich zu machen.

Zur Preisverleihung waren Vertreter der Neuköllner Initiative gemeinsam mit Melek Bektas, der Mutter des Ermordeten, nach Hamburg gekommen, um die insgesamt mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung entgegen zu nehmen. „Der Gewinn des Hans-Frankenthal-Preises motiviert uns, jetzt die entscheidende Phase der Umsetzung des Gedenkortes einzuleiten. Dafür sind wir dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Jeder Euro wird dafür benötigt!“, sagte Ulrike Schmidt, Sprecherin der Initiative. Der Gedenkort soll ausschließlich durch Spenden finanziert werden. Bis Jahresende müssen nach Angaben der Initiative mindestens 15.000 Euro zusammenkommen, damit die geplante Grundsteinlegung für die zentrale Skulptur des Gedenkortes zum 5. Todestag von Burak Bektas im April 2017 erfolgen kann. Die große Mehrheit der Neuköllner BVV begrüßt die Einrichtung des Gedenkortes mit Beschluss vom Juni 2016.

=Christian Kölling=